Verdichtet von Henni-Lisette Busch

Für Hingucker, Sinnsucher, Grenzüberschreiter & Wahrnehmer …

32 Geschichten, Fragmente und Gedichte die zum Nachdenken anregen.

Es sind freie Gedankenspiele und Momentaufnahmen, die sich mit ganz unterschiedlichen Aspekten des Lebens beschäftigen.

Henni pickt kurze Szenen heraus um sie in Prosa umzuwandeln und so einen Spiegel hinzuhalten für das Leben und die vielen kleineren und größeren philosophischen und auch einfach menschlichen Fragen.

Illustriert ist das Ganze von Fiene Annabella Burgert

Ein kleine Buch, das ich immer mal gerne in die Hand nehme um eine der Geschichten zu lesen und eine neue Sicht auf die Dinge zu finden, wie bei dem Schmetterlingsfänger, den die Jagd nach dem Schmetterling doch immer wieder nur zu Fall bringt.

verdichtet
von Henni-Lisette Busch
mit Zeichnungen von Fiene Annabella Burgert
erschienen im Stichblatt-Verlag

Charaktere aus We:

Hier stelle ich zwei Anfängercharaktere aus We vor:

Die Erdhexe aus den Todeshöhen der Blumenlande wuchs bei den Adlern auf und fand nie den Weg in die Gesellschaft der Vinar. Sie ist die Protagonistin der Geschichte: „Die aussehen wie sie“

Mijang Seng ist eine Kernmagierin aus dem Drachenland von We und gut als SC geeignet.

Bilder von Jishin

Neben Geschichten und Spielen gibt es im Bereich der Fantasy auch Bilder und die Personen die sie zeichnen. Einiges davon gibt es im Netz, und eine Seite möchte ich heute vorstellen.

Concept Art / Character Design Fuchs
Zeichnung von Jishin; Fuchs, zu finden in ihrer Bildgalerie.

Jishins Bildgalerie

Jishin nennt sich eine Zeichnerin, die aus der Mangaecke kommt, aber deutlich erwachsene und ernstere Themen verarbeitet. Sie zeichnet Comics im Mangastil und stellt einige ihrer Werke ins Internet auf die Seite.

Ich mag ihren Stil und finde viele der Bilder auf der Seite einfach schön. Z.B. den Jungen mit den Regenbogenfarbenen Haaren, oder die indische Göttin Durga mit dem weißen Tiger im Hintergrund.

Die Bilder sind urheberrechtlich geschützt, aber zum anschauen, schön finden und sich inspirieren lassen finde ich die Seite super.

We – das Märchenreich der Natur

Die Märchen von Midgard und Mictlan erzählen die Geschichten von We.

We besteht aus 3 Kontinenten.

Den Blumenlanden, dem Drachenland und dem Olymp. Über allem schwebt Nirwana, das Reich der Gottheiten. Die Kontinente liegen im ewigen Meer, dessen Rand nie erreicht wurde. In den Tiefen des ewigen Meeres sind die Nixenvölker daheim.

We ist eine Welt der Märchen und Geschichten. Es ist eine Welt voller Schönheit und Magie, doch auch voller Grausamkeit und Gefahr. In We zeigt sich der Kern eines jeden Wesens in seinem Äußeren, da We ein Reich der Hülle ist.

Es ist das 7. Reich, das Märchenreich der Natur, daher erinnert vieles auf We an Märchen von Midgard und Mictlan.

Auf den Blumenreichen findet man die europäischen und westasiatischen Märchen. Hier leben Dornröschen und Schneewitchen und auch der böse Wolf ist auf den Blumenlanden beheimatet. Scheherazade erzählt hier dem Sultan ihre Märchen und in mancher Lampe der südlichen Blumenlande wohnt ein Dschinn.

Der Westen der Blumenlande besteht vor allem aus tiefem Wald, bewohnt von allerlei Tieren und manchen Hexen, die die Gestalt von Tieren annehmen können. Der Osten ist kaum bewaldet. Hier leben die meisen Vinar der Blumenlande.

Im hohen Norden bedecken Eis und Schnee das Land, und weit im Norden liegt der Palast der Schneekönigin. Nach Süden wird es wärmer, das Land wird grün und fruchtbar, bis dann im Süden Wüste den Osten der Lande bestimmt, während der Westen in tropische Dschungel übergeht.

Das Drachenland wird von Drachen und Tigern beherrscht. Es ist das Land der ostasiatischen Märchen und Legenden. Momotaro der Pfirsichjunge lebt hier, ebenso wie die Drachenprinzessin und das Affenvolk.

Das Land ist rund und von weißem Sandstrand umgeben, der an ein Gebirge grenzt. Innerhalb der Berge liegt ein dichter Dschungel, in welchem auch die Affen leben. Vier Reiche ziehen sich über Dschungel und Berge. Der Dschungel umgibt ein Steppenlandschaft, in welcher die fünf Reiche liegen und in der Mitte liegt der See in dem die sechs Inseln der Geister und Dämonen zu finden sind.

Die Gipfel der Berge sind mit Schnee bedeckt, ansonsten ist das Wetter im Drachenland die meiste Zeit mild. Im Winter gibt es allerdings Schnee und im Sommer wird es etwa einen Monat lang sehr warm.

Der Olymp wird von den griechischen Gottheiten bewohnt. Sie sind keine Götter, sondern Vinar, verfügen aber über mächtige Magie. Dabei handelt es sich nicht um einzelne Vinar, sondern um Familien, in denen der Name immer an das älteste, gleichgeschlechtliche Kind weitergegeben wird. In den Höhlen des Olymp gibt es ein Portal nach Midgard, welches nach Griechenland führt.

Am Fuße des Olymps leben einfache Vinar ohne magische Fähigkeiten.

Nirvana ist der Sitz des indischen Götterpantheon. Auch sie sind nicht im eigentlichen Sinne Gottheiten, sondern Vinar mit hoher magischer Macht, die auch in die Geschicke der einfachen Vinar eingreifen. Das Land ist sehr weit und sehr farbenfroh und neben den magischen Vinar von vielen Tieren bevölkert.

Wie politisch ist Fantasy?

Generell schreibe ich ja Geschichten um gute Fantasy zu schreiben. Ich will nicht bekehren oder irgendwelche Ideen unter die Leute bringen – zumindest nicht mit meinen Büchern. Ich will spannende und gute Geschichten erzählen.

Entsprechend lese ich auch. Eine gute Geschichte ist spannend, gut aufgebaut, mit interessanten Charakteren und kann mich auch mal überraschen. Stereotypen nerven meistens, genauso platte Geschichten und Figuren, auch dann, wenn sie meine eigenen Klischees wiedergeben.

Und doch haben die meisten Menschen Werte und Vorstellungen davon wie die Welt aussieht und funktioniert. Daraus resultieren politische Überzeugungen und Weltbilder und natürlich findet sich meine Vorstellung davon, wie die Welt aussieht und funktioniert in meinen Geschichten wieder.

Es gehört schon ein gewisses Frauenbild dazu, wenn grundsätzlich alle Frauen in einer Geschichte sich für Kleidung interessieren natürlich es als ihr Revier ansehen, die Wohnorte einzurichten und zu gestalten.

Viele der kleinen Interaktionen der Figuren in einer Geschichte basieren darauf, wie wir uns das Miteinander von Menschen (oder auch anderen vernunftbegabten Wesen) vorstellen. Wie weit kommt man mit Freundlichkeit und wie weit mit Drohungen?

Was resultiert daraus, wenn die Obrigkeit mal wegfällt?

Oder auch der Bereich der Sexualität und Verführung: Worauf reagieren die Charaktere einer Geschichte und wie reagieren sie?

Jede Geschichte ist auch politisch, weil sie unsere Einstellung in sich trägt. Ich kann keine interessante Geschichte schreiben, ohne persönlich zu werden, ohne den Figuren Eigenschaften zu geben, sie agieren zu lassen und sie reagieren zu lassen und darin spiegelt sich meine Sicht der Welt und damit meine politische Einstellung wieder.

Das kann sehr dezent geschehen, weil es gewöhnlich gar nicht Ziel der Geschichte ist, die eigene Weltsicht zu verkünden. Gerade, wenn überraschende Wendungen zum Erzählstil gehören, wird gerne mal – als Überraschung – dem Weltbild des Autoren oder der Autorin widersprochen, aber dann eben als Überraschung, mit der man meint nicht zu rechnen.

Wenn die Prinzessin brav im Turm wartet, bis der Prinz sie befreit, dann steckt da eine bestimmte Sicht auf die Welt hinter. Wenn erwartet wird, dass sich die Protagonistin zwischen zwei Liebhabern entscheidet, anstatt einfach beide zu nehmen, steckt auch da eine bestimmte Weltsicht hinter und auch wenn ein Mann sich zwei Frauen nimmt, und diese sich dann ineinander verlieben, steckt dahinter eine bestimmte Weltsicht.

Der Spannung einer Geschichte tut das natürlich keinen Abbruch, zumal ich ja gar nicht unbedingt weiß, wie der Autor, oder die Autorin die Welt sieht.

Ich möchte mit einem Zitat von Terry Pratchet enden: „Das hier habe ich geschrieben, als ich dachte, bei der Fantasy ginge es um Schlachten und Könige. Heute neige ich zu der Ansicht, dass sich gute Fantasy damit befassen sollte, wie man Schlachten vermeidet und ohne Könige zurechtkommt“ (Aus dem ‚Hinweis des Autoren‘ zu seinem Roman „Die Teppichvölker“.

Ja, auch das ist eine politische Aussage.

Berin, Region der Humanoiden, in Tiron

Berin, Humanoide:

Berin liegt zwischen dem grauen und dem roten Knotenpunkt. Die Anid von Berin sind größtenteils Humanoid, aber hier in der Mitte von Tiron leben auch Angehörige anderer Spezies. Berin ist locker organisiert.

Die Stationen sind weitgehend autonom. Sie organisieren sich nach eigenen Vorgaben. Häufig ist ein Rätesystem mit möglichst weitgehender Konsensfindung im politischen Bereich und klare Kompetenzhierarchien in technischen Gebieten. Es gibt aber auch Stationen mit gewählten oder ernannten Kommandanten die das Leben auf der Station regeln.

Die Organisation einer Station ist ihr selbst überlassen und wird von anderen Stationen akzeptiert, solange es nicht den allgemeinen Vorgaben von Berin widerspricht.

Ganz Berin hat einen übergeordneten Rat, den Beriner Senat, welcher die grundlegenden Regeln für Berin festlegt und überwacht. Es gibt drei Stationen die direkt dem Senat angehören und als Sitz des Senats und der Beriner Institutionen dienen. Es sind die Stationen Beldard, Sanrin und Berin-In. Die Stationen liegen um den Energiestrahl, der den grauen mit dem roten Energieknoten verbindet.

Sie haben eine Akademie, den Beriner Sicherheitsdienst, den Ethikrat und das medizinisch-technische Wissenschaftszentrum, welche über die drei Stationen verteilt sind.

Um diese drei Stationen liegt der Hauptraum von Berin, mit vier weiteren Stationsgruppen und 384 kleinen Stationen.

Um den Energiestrahl zum blauen Energieknoten ist der Nebenraum von Berin mit vier Stationsgruppen und 163 Einzelstationen angesiedelt. Hier im Nebenraum von Berin liegt die Station Namidat.

Berin ist, auch wenn es weitgehend humanoid ist, ein Schmelztigel der Spezies und Kulturen. Darum gehören zu den wesentlichen Eigenschaften der Region Offenheit und Toleranz anderen Lebens- und Denkweisen gegenüber.

Dabei wird im Hauptraum mehr Wert auf ein offenes Miteinander gelegt und im Nebenraum sind die einzelnen Stationen stärker autark und folgen ihren eigenen Richtlinien. Daher sind sich die Stationen des Hauptraums sehr ähnlich und in sich heterogen, während im Nebenraum sehr unterschiedliche Ansätze und Lebensweisen zu finden sind, aber innerhalb einer Station stärkere Konformität herrscht. Der Nebenraum von Berin ist stark durch die direkte Nachbarschaft zu floralen Anid beeinflusst. Er liegt zwischen Mahiwa und Jahiewa, während der Hauptraum auch an insektoiden und spährischen Raum grenzt.

Die drei zentralen Stationen sind sehr demokratisch im eigentlichen Sinn des Wortes organisiert.

Der Rat besteht zur Hälfte aus Anid die sich durch moralische und intellektuelle Integrität ausgezeichnet haben und von künstlichen Intelligenzen für diese Aufgabe ausgesucht wurden und zur Hälfte aus gewählten Vertretern und Vertreterinnen der Bevölkerung von Berin.

Sie stammen nicht unbedingt von den drei innersten Stationen, leben aber solange sie das Amt innehaben dort. Die Amtszeit ist auf 12 Jahre begrenzt, danach wird darüber entschieden, ob sie fortgesetzt wird. Sie kann 3 mal verlängert werden.

Berin-In beherbergt die Akademie und das medizinisch technische Entwicklungszentrum. Die Station hat vorwiegend die Farben grau und silber. Die Akademie ist grundsätzlich offen für alle Beriner Anid und nimmt jedes Jahr auch Gäste aus anderen Regionen von Tiron auf. Die Organisation der Akademie liegt so wohl bei den KI als auch bei der Leitung der Akademie, welche weitgehend aus Humanoiden besteht. Angehörige anderer Spezies sind selten in der Leitung der Akademie, aber vertreten, so wie auch Nicht-Humanoide in Berin leben.

Es gibt allgemeine Kurse zur Einführung und Vertiefung der allgemeinen Grundlagen und wesentlicher Themen und freie Kurse, die jeder und jede Anid in den Räumen der Akademie anbieten kann. Diese werden allerdings nach ihrer Qualität bewertet.

Der Besuch der Akademie ist kostenlos. Der Austausch von Wissen wird von den Anid sehr hoch geschätzt, so dass darauf verzichtet wird hier Geld zu erheben und sogar die Dozenten und Dozentinnen der Akademie für ihre Arbeit von der Allgemeinheit bezahlt werden.

Freie Kurse werden allerdings von ihren Teilnehmenden bezahlt, da die Dozenten und Dozentinnen hier nicht von der Akademie finanziert werden.

Auf Beldard ist die Sicherheit von Berin stationiert. Die Station ist vorwiegend rot und grün.

Sie ist militärisch durchorganisiert und wird von Anid und einer KI geleitet.

Sie kümmern sich um die Sicherheit auf den drei Stationen des Rates, um den Schutz von Mitgliedern des Rates auch außerhalb der Stationen, um die Sicherheit im allgemeinen Raum von Berin und um Konflikte zwischen Stationen oder über eine Station hinausgehende Probleme.

Die Sicherheit wird komplett von der Allgemeinheit finanziert.

Die meisten Angehörigen des Beriner Sicherheitsdienst (BSD) leben auf Beldard, allerdings gibt es auch außerhalb stationierte BSDler. Sie sind auf größeren Stationen untergebracht und haben ihre eigenen Schiffe, die im Beriner Raum unterwegs sind.

Der Ethikrat so wie der Senat haben ihre Räume auf Sanrin. Die Station ist weitgehend weiß und golden. Im Inneren der Station, im Saal des Ethikrates, stehen 12 Kommunikationsgeräte, welche eine Verbindung zu den 12 Schöpfungswesen aufbauen können. Diese Kommunikation wird aber nur im Notfall genutzt. Die letzte Kommunikation liegt mehrere tausend Jahre zurück. Die 12 Geräte dienen als Symbol für die Aufgaben der Ethikrats alle Seiten und Faktoren eines Problems zu beachten uns weiße und weitblickend zu entscheiden.

Der Senat von Berin hat 144 Sitze, welche in allen Farben gehalten sind. Der Raum selbst ist überwiegend in Gold gehalten, der Farbe des Verstandes.

Für die Mitglieder des Senates gilt, dass sie auf dem Schiff leben, und mit ihnen eine ganze Reihe von Angestellten, die sich um da leibliche Wohl und den Alltag auf der Station kümmern.

Die Mitglieder des Ethiksrates haben Räume auf der Station, führen aber in anderen Teilen von Berin ihr Leben. Es ist wichtig, dass sie das Leben von Berin kennen.

Allgemein ist Bildung und Weitsicht in Berin hoch angesehen. Es gibt ein allgemeines Schulwesen und Eltern sind verpflichtet ihren Kindern den Besuch einer Schule zu ermöglichen.

Prinzipiell gilt in Berin das Recht sich anzusiedeln, wo man will, allerdings können Stationen und Schiffe die Aufnahme einer Person ablehnen. Für Heimatlose gibt es Schiffe, die niemanden mehr ablehnen können. Allerdings ist es auf diesen Schiffe nicht sonderlich sicher. Es gibt eine vom Schiff abgeschottete Steuereinheit, welche als normale Station geführt wird, der Rest des Schiffes bleibt sich selbst überlassen.

Fremde werden in Berin allgemein sehr gerne gesehen. Die Beriner legen Wert auf ihre Offenheit und Aufgeschlossenheit. In Berin leben Angehörige aller Spezies friedlich zusammen. Auch alle Arten übernatürlicher Kräfte sind bekannt und akzeptiert. Selbst Untote können hier offen leben, müssen sich allerdings an die Regeln halten, nach denen ihnen verboten ist zu töten, zu verletzen oder jemanden gegen seinen Willen in ihre Art zu verwandeln. Allgemein ist das Erzeugen von Untoten stark reglementiert, da diese auch ernährt werden müssen.

Es wurden Möglichkeiten gefunden Fleisch von Toten zu konservieren, so dass es lange Zeit von Zombies gegessen werden kann.

Das Verhältnis zu den Schöferwesen ist respektvoll. Es gibt 12 Tempel über Berin verteilt, die Möglichkeiten zur Kommunikation bieten. Allerdings sind Antworten wirklich sehr selten. Gewöhnlich verlassen sich die Beriner auf sich selbst und suchen die Tempel eher zur Meditation auf.

Stationen im Hauptraum:

Die innersten Stationen – bestehend aus 3 Stationen

4 Stationsgruppen – bestehend aus 6, 8 und zwei mal 10 Stationen
384 Stationen
320 ständige Schiffe

Stationen im Nebenraum:

4 Stationsgruppen – bestehend aus 4,5,7 und 12 Stationen
163 Stationen
153 ständige Schiffe
Berin besteht aus 612 Stationen und 473 Schiffen mit insgesamt etwa 8 Millionen Einwohnern.

Das Duneburgdebakel von Platti Lorenz

Aiden Wirket ist wohl kaum gesellig und auch nicht gerade seßhaft.

Er ist als gelegenheitsbedingter Kopfgeldjäger unterwegs und will auch in Duneburg nicht lange verweilen, doch dann wird er in seltsame Geschehnisse hingezogen, die er dann doch erst einmal aufklären muss, ehe er weiterziehen kann. Er findet sich sogar im Dienst der Stadtwache wieder.

Da ist etwas, was die gesamte Stadt in einer Art Bann hält, was sehr seltsam anmutet und auch wenn ich zwischendurch beim Lesen der Meinung war, genau zu wissen, um was es da geht und was da hintersteckt, hat die Geschichte es doch geschafft mich zu überraschen und eine Aufklärung zu bringen, mit der ich nicht gerechnet hatte.

Ich mag die Art von Platti Lorenz Geschichten zu erzählen. Durchaus ernst und tiefsinnig aber eben auch augenzwinkernd und mit Selbstironie.

Ich mag es auch, wenn ich überrascht werde und nicht von vorne herein schon weiß wie es ausgeht.

Und ich mag es sehr, wenn es kein Gut- und Böse-Schema gibt sondern einfach unterschiedliche Interessen, die mehr oder weniger geschickt und skurpellos verfolgt werden. Am Ende ist es dann eine Frage der Sichtweise, welches Verhalten nun richtig und welches falsch ist und ob es überhaupt so etwas wie einen Bösewicht in der Geschichte gibt.

Ja, und ich liebe Fantasy-Geschichten. Magie, seltsame Wesen, Mysterie, Kämpfe mit Messern und Schwertern statt mit Pistolen. Ich bin also Genre-Fan.

Alle vier Punkte finde ich im Duneburgdebakel erfüllt.

Der einzige Wehrmutstropfen ist, dass ich das Buch viel zu schnell durchhatte. Nun vermisse ich Aiden und möchte mehr von ihm lesen.

Die Geschichte ist aber zugegebenermaßen durchaus in der angemessenen Anzahl an Seite zuende geschrieben und der zweite Band ist in Vorbereitung.

Von Bitterweg. Das Duneburgdebakel

von Platti Lorenz

erschienen im Stichblattverlag

Die Wüste der Ashanti in Mictlan

Die Fliederwüste von Mictlan wird von den Ashanti bewohnt. Es sind schlanke hochgewachsene Elfen, mit dunkler Haut und hellen Augen. Auch ihre Haare sind meist weiß, oft mit einem leichten eher bläulichen Fliederton. Sie leben in festen Gemeinschaften in Gehöften oder Städten die gewöhnlich sehr systematisch aufgebaut sind.

Gemeinsam sind ihnen feste Hierachien. Es gibt verschiedenste Titel und Ämter, welche klar geordnet sind. Familien nehmen in dem jeweiligen Gefüge eine bestimmte Stellung ein und innerhalb der Familie herrschen klare Strukturen. Das Geschlecht ist dabei nicht relevant. Generation und die Geschwisterfolge, so wie Bildung, Erfolge und errungene Titel bestimmen den Rang einer Person.

Wer keine Familie hat, kann als Angestellter in einer Familie dienen oder sich in der Stadt verdingen, wird aber nur durch Heirat den Rang eines Familienmitgliedes erlangen. Familienlose sind vom politischen Geschehen ausgeschlossen. Einfluss ist bei den Ashanti an Familie gebunden.

Die Ashanti kennen auch Sklaverei. Auch Sklaven können unterschiedliche Ränge haben. Grob unterscheiden sie sich in persönliche Sklaven, Haussklaven und Arbeitssklaven.

Persönliche Sklaven, wie Zofen und Kämmerer, haben oft eine enge Beziehung zu ihren Herren und Herrinnen und sind oft hoch angesehen. Gerade wenn sie einer hohen Familie angehören, stehen sie oft sogar über einfachen freien Ashanti. Die Haussklaven leben und arbeiten im Haus, haben einen gewissen Grad an Bildung und sind meist gut genährt und gekleidet. Die Arbeitssklaven hingegen sind rechtlos und leben oft unter harten Bedingungen. Viele von ihnen sind Strafgefangene.

Das Land der Ashanti besteht aus 16 Provinzen. In der Mitte liegt die 1. Provinz. Hier befindet sich die heilige Stadt und sie wird direkt von der Kaiserfamilie regiert. Aus jeder der anderen Provinzen leben Vertreter und Vertreterinnen in der 1. Provinz.

Umgeben ist sie von 5 weiteren Provinzen, den inneren Provinzen die alle direkten Kontakt zur 1. Provinz haben. Sie liegen noch mitten in der Fliederwüste, dort wo das Land flach und heiß ist und vorwiegend aus Fliedersand besteht. Umgeben sind die inneren Provinzen von 10 äußeren Provinzen. Das Land der äußeren Provinzen ist weniger heiß und trocken als die innere Wüste und teils geht es in Hügelland oder Gebirge über.

Jede Provinz hat eine Hauptstadt in welcher ihre Regenten leben, die Emir genannt werden. Die Emire unterstehen nur der kaiserlichen Familie. Sie leben mit ihren Familie in Palästen innerhalb der Hauptstadt.

In den inneren Provinzen sind häufig Abgesandte der kaiserlichen Familie zu Gast, so dass sie stark angebunden sind. Dies ist in den äußeren Provinzen anders. Die Anbindung an die kaiserliche Familie ist deutlich lockerer und der Einfluss benachbarter Elfenvölker deutlich zu spüren.

Im Süden der Wüste ist das Land bergig. Es grenzt an die Feuerberge der Südregion von Mictlan. Hier liegt auch ein Vulkan, durch dessen Umland Lawaströme fließen. Drei Flüsse quellen im Bergland und fließen durch das Land der Ashanti. Ansonsten ist das Land trocken. Es ist Wüstenland. Wasser ist nur sehr tief im Boden zu finden. Pflanzen wachsen nur wenige, doch wenn sie wachsen, haben sie Wege gefunden Wasser zu speichern. Die Elfen der Wüste bauen ihre Städte dort wo Pflanzen wachsen und graben tiefe Brunnen um an das Wasser zu gelangen.

Je weiter man ins Innere der Wüste vordringt, desto trockener wird das Land. Die Tage sind heiß und die Nächte kalt. Es gibt einige Wasserstellen und Oasen, an denen Elfen siedeln und ihre Städte bauen.

In der Mitte liegt der Sandberg, welcher nur aus Fliedersand besteht. Er ist den Ashanti heilig und sie pilgern zu seinem Fuß, besteigen ihn aber nicht.

Unter dem Sandberg lebt, der Legende nach, der fliederne Drache oder der Drache des Raums.

Was unsere Demokratie gefährdet

2020 hatte ein großes Thema: Covid 19.

Ich will nun nicht darauf eingehen, was an Maßnahmen ich für sinnvoll halte und was das für unsere Demokratie bedeutet, oder auch nicht. Mir geht es um ein ganz anderes Phänomen: Die steigende Intoleranz gegenüber denen die das anders sehen und die Schuldzuweisungen die damit einhergehen.

Das Tragen eines Mund-Nase-Schutz ist zum Politikum geworden, was ausgesprochen schädlich ist.

Ich trage die Maske nicht aus politischer Überzeugung, sondern weil sie zum Schutz vor Corona beiträgt und ich es ohne größere Einschränkungen kann.

Es gibt aber Menschen die durch eine Maske massiv beeinträchtigt werden, was ebenfalls nichts mit ihrer poltischen Überzeugung zutun hat. Dafür gibt es dann ärztliche Atteste und entsprechende Befreiungen, aber auch Anfeindungen, da andere meinen aus dem krankheitsbedingten Verhalten eine politische Überzeungung ableiten zu können, was natürlich einfach Schwachsinn ist.

Oder das nette Wort „Covidiot“. Das bezeichnet mittlerweile jede und jeden, die den eigenen Level an angesagt erscheinenden Maßnahmen nicht mitträgt. Einem demokratischen Dialog ist es sicher nicht zuträglich, alle die es etwas anders sehen mit Schimpfwörtern zu betiteln.

Wenn soziale Wesen wie die Menschen von einer Epedemie bedroht sind, gibt es nun mal verschiedene Faktoren die zu berücksichtigen sind. Auf der einen Seite das Bedürfnis von Menschen nach menschlicher Nähe und auf der anderen Seite die Bedrohung durch Ansteckung. Es bringt wenig eines davon zu ignorieren und die, die das nicht so können oder auch wollen einfach zu beleidigen.

Den Virus werden wir besiegen. Wir haben einen Impfstoff, und mit der Zeit wird er in ausreichender Menge produziert werden, dass Covid 19 keine Gefahr mehr darstellen wird.

Die Frage ist auf der einen Seite, wie viele Menschen bis dahin an dem Virus sterben und auf der anderen Seite welcher Schaden in der Gesellschaft entsteht, wenn immer wieder wichtige Stützen, die Kitas, Schulen, Sportvereine und Familienhilfen nun mal sind, wegfallen.

Es bringt nichts, mit einem Apfelsinennetz vor dem Mund zur Schule zu gehen, es bringt aber auch genauso wenig Menschen ohne Mund-Nase-Schutz anzugreifen und keine Meinung, die von Drostens Worten abweicht zuzulassen und ständig Schuld bei irgendwelchen imaginären feierwütigen Coronaleugnern zu suchen.

Es ist offensichtlich, dass wir den Virus in Europa nicht ohne Impfung unter Kontrolle bringen, nur macht man es sich zu einfach, wenn man dafür die Bevölkerung verantwortlich macht, die sich angeblich nicht an die Vorgaben hält. Ich fahre morgens mit Bahn und Bus zur Arbeit, und sehe um mich herum viele Leute die alle brav ihre Maske über der Nase tragen. Auch bei der Arbeit wird die Maske getragen und der Abstand gehalten, unterstützt durch Markierungen auf dem Boden.

Da würde ich doch eher mal in die Länder schauen, in denen das alles sehr viel besser klappt. Auffallend sind dort nicht mehr Einschränkungen der Kontakte unter den Menschen sondern unter anderem Quarantänezentren und ein deutlich zielgerichteter Umgang mit dem Virus.

Also, doch Kritik an den Maßnahmen der deutschen Regierung ist durchaus angebracht.

Aber eben auch hier: Zielgerichtet.

Unsere Demokratie ist recht stabil. Punktuelle Einschränkungen auf beschränkte Zeit werden sie kaum gefährden oder gar beenden. Wenn wir aufhören miteinander zu reden und zu diskutieren sieht das allerdings ganz anders aus. Abwertungen und Schuldzuweisungen bringen nichts, als das man aufhört miteinander zu reden und für vorhandene und drängende Probleme Lösungen zu suchen. Sie verhärten nur die Fronten.

Discord

Die Kontakte sind wieder deutlich eingeschränkt und Rollenspielrunden damit unmöglich. Wir dürfen uns nicht persönlich treffen, was bleibt sind Runden online. Schon gut bekannt durch die Arbeit, kann man sich über Videochat treffen und spielen.

Meine ersten Erfahrungen mit Online-Rollenspiel hatte ich beim Sonnencon im Sommer mit Discord.

Ich habe mir Discord heruntergeladen, hatte gleich einen Account und habe ihn mir gesichert, mit Passwort und Kontakten.

Es war wirklich sehr einfach: Ich bekam die Einladung durch den Con und war dabei. Es gab verschiedene virtuelle Räume in die man wechseln konnte. Damals war ich mit spielen beschäftigt und das war schnell und unkompliziert möglich.

Für die technischen Bereiche des Rollenspiels – Würfeln und Karten oder auch Zeichnungen – haben wir dann zu Roll20 gewechselt, was sehr einfach ging. Das war wirklich sehr praktisch. Wir konnten parallel beides nutzen. Es war nicht komplizierter als am Tisch die Karte auszubreiten und die Würfel zu werfen.

Nun, ein paar Monate später, leidet meine wöchentliche RPG-Runde unter den Kontaktbeschränkungen und wir versuchen es mit Discord.

Ja, ich hatte da mal einen Account, ich weiß den Namen noch, aber die Nummer?

Ein Account bei Discord besteht aus einem Namen und einer Nummer. Um meinen alten Account zu finden, brauche ich die Nummer.

Zum Glück steht sie in einer E-Mail, die ich mit etwas Suchen aus meinem E-Mail-Account fische. Das nächste Problem lässt nicht lange auf sich warten: Wie war das Passwort?

Doch das löst sich ganz einfach. Ich kann mir ein neues Passwort zulegen. Super, ich bin drin in meinem alten Account, und warte nur noch auf die Einladung durch den Spielleiter.

Ja, Discord ist praktisch und wird unsere RPG-Runde durch die Corona-Krise retten.

Als nächstes werde ich meine Runden, die ich leite wohl auf Discord umstellen und dann mal sehen, wie sich das Ganze als Spielleiterin macht.