Die goldene Spirale von Ha

Die goldene Spirale von Ha erhebt sich aus dem roten Meer der Ewigkeit.

Sie ist eines der Märchenreiche von Norit, bewohnt von Vinar, die sehr verschiedene aussehen können. In diesem Fall findet man sie in den Märchen von Tiron und in den Märchen der Märchenreiche selbst.

In 42 Windungen dreht sich die Spirale aufwärts, bis zum leuchtenden Turm in welchem das Licht der Singularität wohnt. In den Windungen haben ganze Städte Platz so dass hier bequem 12 Völker siedeln können.

Die Mauer der Spirale glänzt golden. Sie selbst ist nicht massiv. In der goldenen Spirale leben die Umahe, die Wesen des Lichts. Sie sind klein, haben weiches, buntes Fell, glänzen hell und geben sanfte Töne von sich. Außerdem verströmen sie einen angenehmen Duft. Ihre Augen sind orange, und die kleinen Umahe verfügen über Magie und bringen der Legende nach Glück. Sie leben innerhalb der Mauer der goldenen Spirale.

Im Zwischenraum der Spirale leben die 12 Völker der goldenen Spirale. Hier erstreckt sich fruchtbares, blühendes Land auf orangfarbenem Erdboden. Allerdings wächst sattes, grünes Gras, es wachsen bunt blühende Blumen, Sträucher in Bäume in allen Formen und Farben und am Rand der Windungen, nahe der Mauern, finden sich verschiedenste, schillernde Steine.

In der Mitte der Windung fließt ein Fluss den Berg hinunter ins Tal, eingefasst in ein Flussbett durchsetzt mit Silber. Leuchtend bunte Fische springen im Flussbett umher, und bringen das Wasser zum glitzern und leuchten. Das Ufer entlang wachsen Flieder- und Rosenbüsche, deren Duft die Luft schwängert. Besonders schön sind aber die Flussfeuer in der Mitte des Wassers. In unregelmäßigen Abständen erhellen die Feuer, die mitten aus dem Wasser zu ragen scheinen, ihre Umgebung, so dass es nie wirklich dunkel in der goldenen Spirale wird. Doch sie lodern nicht wirklich auf dem Wasser, sondern auf einer dünnen Schicht aus Öl.

Der Fluss führt reines Süßwasser, das nicht nur den Durst stillt, sondern auch heilende Kräfte hat. Das Land abseits des Flusses ist ebenfalls fruchtbar. Es finden sich Felder, Gärten, wildwachsende Pflanzen, Wälder, kleinere Flüsse und Seen. Ein wunderschönes Land, begrenzt von den Mauern der Spirale.

Es ist wunderschönes Land, beleuchtet von der orangenen Sonne, welche jeden Morgen aus dem roten Meer feuerrot aufsteigt, zum Himmel hoch zieht, dabei an roter Farbe verliert und so immer orangener wird, bis sie schließlich leuchtend gelb im Meer versinkt.

Bei Nacht scheint der Mond in allen Farben des Regenbogens, der genau quer zur Sonne über den Himmel zieht und die Spirale in mattes, buntes Licht taucht.

So wie das Land, sind auch die Bewohner:innen von Ha besonders schön und vielfältig. Es leben 12 Völker auf dem Land zwischen der Mauer der Spirale, also in den Windungen der Spirale. Sie sind sehr verschiedene, aber alle von der besonderer Schönheit und Anmut.

Da sind die Deragonali, kleine Drachenartige Wesen, die in den äüßersten Windungen der Spirale leben.

Dann folgen die Pusa, aufrechtgehende Katzen voller Anmut und Arroganz.

Das dritte Volk sind die Tanyopuy, kleine fliegende Feen oder Elfen, deren Haar in der Sonne funkelt.

Es folgen die Taikapu, die geflügelten Tiger.

Nach ihnen kommen die Urosa, die Bären die in Clanen das Land beherrschen.

Dann gibt es die Akhavi, große, aufrecht gehende und handwerklich sehr begabte Ratten mit goldenem Fell.

Ihnen folgen die Anakupu. Sie sind kleine Katzen mit Flügeln, einem kleine Horn auf der Stirn und buntem Fell, deren Augen freundlich funkeln.

Weiter innen leben die Iglame, Adlermenschen mit goldenem Federkleid.

Dann folgen die Pakhmahashe, die an Kolibri erinnern.

Denen nun folgen die Murisan, deren Federkleid zu einem wunderschönen Pfauenrad aufgestellt werden kann.

Im Innersten der Spirale finden sich die pflanzlichen Bulaklak, die an Flieder erinnern, und ihr Welt sehr ordentlich halten.

Zum Ende leben in der Spirale die ebenfalls pflanzlichen Puawai. Sie sind Rosenmenschen, die die Freiheit leben und dem Lichtturm am nächsten leben.

Neben den intelligenten Völkern gibt es eine Vielzahl von Tieren, die in der Spirale leben. So trifft man überall Füchse, Hasen, Ponys, Ratten und andere verschiedene Nager, Schmetterlinge, verschiedenste bunte Vögel, Schimmernde Echse und weitere Tiere. Das Märchenreich Ha ist reich an Leben, Formen und Farben.

Buchrezension: Die Irrlichter, herausgegeben von Fabienne Siegmund

Viele kleine Lichter, die einen in ihren Bann ziehen, dass man ihn Schritt für Schritt immer weiter folgt. Wenn das nicht die Beschreibung von Irrlichtern ist.

Um Irrlichter geht es in der Anthologie aus dem Torsten Low Verlag und die Beschreibung passt auch auf die Kurzgeschichten der Anthologie.

Es sind 26 Erzählungen, die sich da aneinander reihen, wie kleine Lichter, die einen in ihren Bann ziehen, so dass man ihnen folgt, Geschichte für Geschichte, bis man dann doch ans Ende kommt, und sich fragt, ob es nicht doch noch weitergeht.

Nur dass man am Ende der Lichter, nicht im Moor steht um langsam zu versinken, sondern gemütlich auf dem heimischen Sofa, oder wo auch immer man sich nieder gelassen hat, sitzt, einen Becher heiße Schokolade in den Händen und etwas melancholisch, dass es schon zu Ende sein soll. Es sind interessante und spannende Geschichten, die mich immer wieder überrascht haben, was ich ja besonders liebe, und jede für sich einzigartig sind.

Das Thema „Irrlichter“ wird in dieser Anthologie von den verschiedensten Seiten beleuchtet und von ganz unterschiedlichen Warten aus erzählt. Ob es die Perspektive des Irrlichts ist, die des schon längs Verstorbenen oder auch die des klassischen Wanderers. Es wird mit dem Thema gespielt und das Thema auch mal etwas weiter gefasst, so dass auch die Sicht anderer Lichter berücksichtigt wird und selbst Außerirdische zu ihrem Anteil an Beachtung kommen.

So hat jede der 26 kleinen Geschichten von „Irrlichter“ ihre eigene Art und Weise und birgt ihre Überraschungen.

Ich hatte mit „Irrlichter“ viel Vergnügen und habe die Geschichten gerne gelesen. Interessant war auch der kurze Absatz zu jeder Person, die hinter den Geschichten steht und natürlich das Vorwort der Band „Irrlichter“.

Die Irrlichter
Herausgeberin: Fabienne Siegmund
Torsten Low Verlag

Das Camp unter der schwarzen Stadt

Der Weg in die schwarze Stadt auf Midgard führt durch das Camp unter der Stadt.

Auf 36 Quadratkilometern liegen die 32 Bezirke rund um eine große Parkanlage. In der Mitte der Anlage befindet sich die Auffahrt zur Stadt. Doch vor das Betreten der schwarzen Stadt haben die Menschen ein Jahr Lernzeit gesetzt.

Wer es in das Camp geschafft hat, ist zumindest nicht mit einer ansteckenden Krankheit infiziert, aber es gibt einige Fähigkeiten, die man in einer von Krankheiten, Kriegen und Kapitalismus zersetzten Welt nicht unbedingt erlernt, die aber für das Leben in der Stadt unabdingbar sind.

Schon die Sprache der Stadt ist nicht überall auf der Welt geläufig. Es handelt sich um eine Mischung aus Japanisch, Englisch und Spanisch mit ein paar Elementen aus verschiedensten anderen Sprachen, und einer Grammatik die sich recht frei bei verschiedensten Sprachen bedient, und dabei nicht unbedingt auf die simplen Elemente zugreift.

Dazu kommen verschiedenste Fähigkeiten im Umgang mit der Stadttechnik, Grundlagen des politischen Systems und der sozialen Umgangsformen und natürlich elementares Wissen zum Schutz vor Krankheiten.

All das muss erlernt und trainiert werden, bevor jemand die schwarze Stadt betritt.

Jeder der 32 Bezirke des Camps ist um ein Versorgungszentrum angeordnet. Zum VZ gehört die Schule, in welcher die verschiedenen Arten des Unterrichts stattfinden, das Bezirksbüro für die gesamte Bürokratie, die Ausgabestelle für Kleidung und alles was man zum Leben braucht, die Kantine und die Kindertagesstätten in denen jedes Kind bis mindestens 14 Jahren von 9 bis 18 Uhr betreut wird. Kranke Kinder werden tagsüber nicht von ihren Eltern, sondern von medizinisch geschultem Fachpersonal betreut.

Im VZ befindet sich auch das Ärztehaus samt psychologischer Betreuung. Was den Menschen die im Camp lernen um Aufnahme in der schwarzen Stadt zu finden, eher selten klar ist: Über jeden von ihnen wird auch ein psychologisches Profil erstellt, dem entsprechend die Personen später in der schwarzen Stadt ihre Aufgaben und ihren ersten Wohnraum zugeteilt bekommen. Fähigkeiten, Neigung und Bedürfnisse werden analysiert, damit die Eingliederung in der Stadt nicht dem Zufall überlassen bleibt, aber auch um das Leben in der Stadt friedlich und reibungslos zu erhalten.

Für einen Ausschluss aus der Stadt gibt es nur zwei Gründe:
Eine ansteckende Krankheit.
Betrugsversuche.

Über das Camp wölbt sich eine Kuppel von gut 2 Kilometern Höhe. Unter der Kuppel ist das Wetter deutlich wärmer als in der Antarktis außerhalb der Kuppel, so dass es hier fließendes Gewässer zwischen den Bezirken, und grüne Parkanlagen entlang des Kanals gibt.

Wer im Camp aufgenommen wird, bekommt für ein Jahr ein Zimmer zugewiesen. Gruppen und Familien können gemeinsam in eine Wohnung ziehen, Einzelpersonen bekommen ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft zugewiesen. Die Zimmer sind nicht besonders groß, aber sauber, in gutem Zustand und ruhig. Es gibt in jedem Zimmer ein Bett, einen Schrank, einen Tisch und einen Stuhl sowie Zugang zum schwarzen Netz, dem Intranet der schwarzen Stadt, und einen Computer.

Dazu hat jede Wohnung einen Gemeinschaftsraum, eine Küche und ausreichend Sanitärräume für die hier lebenden Menschen.

Das Leben im Camp ist klar durchorganisiert. Morgens um 10 Uhr beginnen die Kurse, und enden um 15 Uhr. Zwischendurch gibt es Mittagessen, dass die Familien gemeinsam verbringen können. Da die Betreuung der Kinder bis 18 Uhr geht, haben auch Eltern nach ihren Kursen noch etwas Zeit, das Gelernte zu wiederholen. Von 8 bis 10 Uhr kann man im VZ frühstücken, Mittagessen gibt es von 12 bis 14 Uhr und ab 18 Uhr kann man hier zu Abend essen. Viele der hier lebenden Menschen besorgen sich aber die Lebensmittel um in ihren eigenen Küchen zu essen.

Was man zum Leben braucht, bekommt man im Camp gestellt. Geld gibt es zwar nicht, aber es hat sich ein recht reger Tauschhandel mit verschiedensten nicht verderblichen Waren entwickelt. Hier geht es um Luxusgüter, die im Camp selten sind, da es keinen Kontakt zur Außenwelt gibt.

Nach einem Jahr wird über die Aufnahme in der Stadt entschieden. Für gewöhnlich werden die Anwärter:innen aufgenommen. Dabei bekommen sie einen Platz in der Stadt zugewiesen.

Wer als für die Stadt untragbar eingestuft wird, muss das Camp verlassen und wird wieder in die Antarktis geschickt. So hat sich um das Camp herum ein langsam aber stetig wachsendes Lager gebildet, in dem die unterkommen, denen, aus welchen Gründen auch immer, der Zugang zur Stadt versagt bleibt.

Schuldfragen

Immer wieder schallt mir etwas entgegen, das wohl ein Argument sein soll, aber doch nur eine moralische Bankrotterklärung ist.

Junge Menschen haben vor ein paar Jahren angefangen, für eine bessere Klimapolitik zu demonstrieren. Ihre Forderung war dabei genau die, die für Menschen, die schon aus Altergründen nur eingeschränkt die Möglichkeit hatten, sich mit dem Thema und möglichen Lösungen wirklich tiefgehend zu beschäftigen, die Sinnvollste ist:
„Hört auf die Experten.“

Unser Planet wird, wenn wir so weiter machen, sehr bald für uns nur noch teilweise nutzbar sein, wenn überhaupt. Das Klima hat längst Schaden genommen und wir haben jährlich mehrere 10.000 Tote aufgrund von Umweltschäden.
Das ist so, und wird auch nicht besser, wenn wir die Schuld hin und her schieben.

Es ist schon peinlich, wenn das Erwachsene untereinander machen, aber richtig widerlich wird es, wenn Kindern und Teenagern die Verantwortung zu geschoben wird. Diese Sprüche, in denen Erwachsene meinen, die richtige Antwort darauf, dass Teenager darauf drängen, diesen Planet doch nicht komplett zu zerstören, so dass nachfolgende Generationen noch eine Chance haben, sei, den Teenagern die Heizung abzustellen, das Handy abzunehmen und sie möglichst bei Wasser und Brot einzusperren, oder wahlweise im Winter auf die Straße zu setzen.

Nur:
Erwachsene geben ihren Kindern die Smartphones, so sind sie besser erreichbar.
Erwachsene fahren ihre Kinder mit dem Auto zur Schule, denn für die Erwachsenen ist das so bequemer.
Und Erwachsene entscheiden darüber, womit die Wohnung geheizt wird. Wenn also die Heizung in einer Wohnung nicht Klimaneutral ist, wer hat da wohl was falsch gemacht? Genau, die Erwachsenen in dieser Wohnung, eventuell die Person, die die Wohnung vermietet, aber sicher nicht, die dort wohnenden Teenager, die nichts wollen, als diesen Planeten für unsere Nachkommen zu erhalten.

Also, allen, die meinen, das Spiel des Abschiebens von Verantwortung so weit zu treiben, am Ende den Kindern, die am wenigsten dafür können, die Verantwortung für die Welt in die wir sie gesetzt haben zu zuschieben:

Gezeichnet von Britta Nowak.

Es gibt einen Grund dafür, dass Erwachsene so weitreichende Rechte haben, in das Leben von Kindern einzugreifen. Die Kinder wachsen noch auf, lernen noch, und haben keine andere Möglichkeit, als in der Welt zu leben, die anderen vor ihnen so gestaltet haben, wie sie nun mal ist. Kinder sind nicht verantwortlich.

Kinder sind jung, sie sind erst vor kurzem in diese Welt gekommen. Wir müssen ihnen erstmal ein paar Jahrzehnte Zeit geben etwas zu verändern. Wir hatten diese Zeit, und jede:r von uns muss selbst wissen, ob er:sie die Zeit einfach vertan hat, oder an der Dummheit und Gier der anderen gescheitert ist. In keinem Fall können unsere Kinder etwas dafür.

Und, was wichtiger ist als alles andere:
Unsere Kinder, die bei Friday for Future aktiv sind, haben einfach recht.

Also, entweder freuen wir uns doch, dass unsere Kinder unseren Kampf weitertragen und hoffen, dass die nächste Generation mehr Erfolg hat, als wir, oder schämt euch für eure widerliche Ignoranz, stellt eure eigene Heizung aus, verschenkt eure Smartphones und lasst eure stinkenden Dreckschleudern stehen. Schämt euch für euer Versagen und freut euch, dass eure Kinder besser sind als ihr.

An alle die noch jung sind ein Zitat der Ärzte:

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es ist nur deine Schuld, wenn sie so bleibt.

Das Nornennetz

Es hat lange gedauert, bis ich eine Heimat für meine Fantasygeschichten gefunden habe. Die einen verstanden meine Charaktere einfach nicht, suchten Erklärungen für Verhalten, das mir völlig normal erschien und konnten mit politischer Motivation nichts anfangen, die anderen wollten kein Fantasy.

Mit dem Stichblatt-Verlag fand ich dann das, was ich suchte. Meine Charaktere passten ebenso wie das Genre: Fantasy. Meine Suche war dennoch noch nicht zu Ende. Es ist immer gut, wenn man nicht gut vernetzt ist, und so stieß ich auf das Nornennetz.

Ein Netzwerk für Frauen, und alle die sich nicht dem männlichen Geschlecht zuordnen, die Fantasy schreiben. Dabei geht es schlicht darum, dass es für alle, die keine Cis-Männer sind, schwieriger ist, auf dem Autor:innenmarkt zu bestehen und nicht darum Männer abzulehnen oder auszuschließen.

Da ich nun kein Cis-Mann bin, Fantasy und Mystery schreibe und auch politisch und gesellschaftspolitisch ins Schema des Nornennetzes passe, habe ich mich dann einfach mal beworben.

Und schon war ich auf dem Discord-Server der Nornen, konnte mitschreiben, fragen und die Nornen kennenlernen. Nach einem Monat wurde ich dann zur Norne gekürt und bin seit dem dabei. Das ich nur am Wochenende Zeit für das Netz habe, ist völlig ok. Auch dass ich vieles noch lernen muss, stört nicht. Ich bekomme einfach Antworten auf meine Fragen und bemühe mich weiter.

Engagement wird schon erwartet, aber dafür bin ich ja auch dabei. Zusammen sind wir stärker, wenn wir uns alle einbringen, nicht wenn wir nur warten, dass eine andere es macht.

Tja, nun war ich schon auf der Buchberlin, und werde – so es denn möglich sein wird – gemeinsam mit den Nornen zur Leipziger Buchmesse fahren.

Eine wirklich spannende und nette Mischung aus Menschen, deren Bücher im Bereich der Fantasy und Mystery angesiedelt sind. So war eine meiner ersten Aktionen, meinem Mann mal den Link zum Nornenblog rüber zu reichen, denn dort findet man unter anderem die Bücher und Autorinnen des Netzwerks, was damals sehr passend war: Ich hatte kurz nach meinem Eintritt ins Nornennetz Geburtstag.

Daher finden sich auch auf meinem Blog schon ein paar Bücher von Nornen:

Roxane Biker

Nora Bendzko

und weitere werden folgen. Gerade lese mit großer Begeistgerung ich „Höllentrip und Seelenstrip“ von Corinna Schattauer.

Weihnachten ist vorbei, aber die ein oder andere hat nun eventuell etwas Geld um es in Büchern anzulegen, da lohnt sich ein Blick auf unsere Seiten schon.

Wir schreiben aber nicht nur, wir lesen auch, und teilen unsere Eindrücke, und man findet auch Kurzgeschichten auf dem Nornenblog. Z.B. der Adventskalender, mit kleinen Geschichten aus Nornenfeder. Die Geschichte zum 31.12. wird von mir sein.

Womit das Netz der Nornen nicht nur für die interessant ist, die Bücher schreiben, sondern auch für die, die gerne interessante Bücher lesen.

Also, viel Spaß beim stöbern und lesen.

Die schwarze Stadt von Midgard

Die Welt Midgard ist bestimmt von den Gesetzen der Natur. Nirgendwo sind diese Gesetze so streng und unerbittlich wie hier auf Midgard. Was wir auch glauben, sehen oder welchen Prinzipien wir folgen, es interessiert die Welt schlicht nicht.

Midgard ist die Welt der Natur. Wetter, Wachstum, Naturphänomene, alles folgt den Regeln von Physik, Chemie und Biologie. Das mag erschreckend klingen, hat aber auch etwas Konstantes und damit Beruhigendes in sich. Es gibt einen klaren Rahmen vor, in dem wir uns bewegen und auf den wir uns verlassen können. Dumm ist nur, dass Menschen nicht sehr gut darin sind, diesen Rahmen zu erkennen und sich nach ihm zu richten.

Trotzdem ist auch das Übernatürliche auf Midgard beheimatet. Hexen, Alben, Magier und Nornen leben hier ebenso wie Sphären, Vampire, Geister und Zombies. Sie alle haben ihre Kräfte, ihre Gaben und Magie, und sie alle haben mit der Macht der Natur auf Midgard zutun.

Der Mensch ist auf Midgard die dominante Spezies und das gefährlichste Raubtier. Recht schnell haben Menschen sich eine Welt geschaffen, in der ihnen kein Tier gefährlich werden kann, bis noch ein Feind übrig bleibt: Der Virus. Krankheiten raffen Menschen dahin, solange es Menschen gibt. Nur kurz gelingt es Menschen Viren und Bakterien zu bezwingen und sich vor Krankheiten sicher zu wähnen, doch immer wieder erscheinen neue Viren auf der Bühne, gelingt es Bakterienstämmen sich den Menschen als Lebensraum zurück zu erobern und immer weniger nutzen die Bemühungen der Menschen durch Impfungen und medizinische Forschung der Krankheiten Herr zu werden.

Über kurz oder lang verlieren wir und sehen einen letzten Ausweg:

Die schwarze Stadt, die Stadt des Widerstandes gegen überbordendes Leben, das seine eigenen Wirte frisst. Atarpolis wird im Jahr 2463 gebaut um dem Ende Einhalt zu gebieten. Die Stadt schwebt als schwarze Kugel über der Antarktis. Es gibt nur einen Zugang, welcher nur passierbar ist, wenn er aktiv von innen geöffnet wird.

Bedingung für den Zutritt zur Stadt ist die Freiheit von Viren und Bakterien, weshalb es zeitaufwendig ist, hier herein zu kommen.

Wer es in die Antarktis bis zum Auffanglager schafft, wird auch sehr schnell der ersten medizinischen Untersuchung unterzogen. 24 Stunden lang werden Proben genommen, Messungen durchgeführt und Körperwerte gemessen. Dann entscheidet sich, ob man in die Quarantänezone kommt, oder gleich ausscheidet. Einziger Maßstab ist hierfür die Ansteckungsgefahr. Alle anderen Krankheiten, Charaktereigenschaften oder Fähigkeiten interessieren an diesem Punkt nicht.

Wer nicht Gefahr läuft, andere Menschen anzustecken, kommt nun für einen Monat, also 30 Tage, in die Quarantänezone.

30 Tage in einer Wohnung mit insgesamt 12 Personen ohne jeden Kontakt zur Außenwelt. Nahrung und notwendige Medikamente werden gestellt, auch Kleidung bekommt man, so wie Internetzugang, Filme, Bücher und verschiedenste Unterhaltungsmöglichkeiten. Hier geht es um die Vorsicht: Sollte das System am ersten Tag eine Krankheit übersehen haben, wird sie sich innerhalb von 30 Tagen sicher zeigen.

Wieder interessiert nur die Freiheit von Viren und gefährlichen Bakterien.

12 Personen sind in einer Wohnung, um der Einsamkeit vorzubeugen. Hieraus entstehen häufig tiefe Freundschaften, deutlich häufiger als Feindschaften und Konflikte. Der Wohnraum ist ausreichend groß bemessen, dass die Menschen ihre Rückzugsmöglichkeiten haben.

Wer den Monat ohne Krankheitsausbruch übersteht, wird in das Camp entlassen.

Hier bleibt man ein ganzes Jahr. Es geht darum zu lernen, wie man in der Stadt lebt, welche Regeln dort gelten, welche Sprache gesprochen wird und welche Aufgaben warten.

Wie überhaupt die schwarze Stadt, kann man das Camp leicht verlassen, aber nur schwer wieder betreten. Nur ein Weg führt in die Stadt: Über die medizinischen Untersuchungen, die Quarantäne und das einjährige Camp kann man erneut die Möglichkeit bekommen, in die schwarze Stadt zu gelangen.

Dafür lebt man dort sicher vor Krankheiten, die sich im 21. Jahrhundert immer schneller und aggressiver auf Midgard ausbreiten.

Die Gesetze der Natur sind hier nun mal unerbittlich.

Buchrezension: Kindsräuber von Nora Bendzko

Eine Müllerstochter, ein seltsames, kleines Männchen, verschwundene Kinder und eine verzweifelte Königin. Das sind die Zutaten zu einem bekannten Märchen: Rumpelstilzchen.

Sehr schnell wird deutlich, dass sich das Männchen genauso nennt, wie das Märchen heißt, und dass es da einen Zusammenhang gibt, zwischen dem kleinen unheimlichen Wesen und dem Verschwinden der Kinder und da Alene, die Müllerstochter, schwanger ist, macht sie die ganze Geschichte um Rumpelstilzchen und den verschwundenen Kindern natürlich höchst nervös.

Doch beginnen wir am Anfang: Bevor sie schwanger ist, in den ersten Jahren des 30 jährigen Kriegs, und schon gezeichnet vom Armut und Entbehrung, sieht sie ihn zum ersten Mal. Das kleine, schwarze Männchen, verunstaltet und unheimlich, das sich selbst als Rumpelstilzchen bezeichnet.

Wer da hockt und singt, und schwangere Frauen in Angst und Schrecken versetzt ist sehr schnell klar. Das Märchen vom Rumpelstilzchen kenne ich gut, und konnte mir sehr gut das kleine Männchen vorstellen, das ums Feuer hüpft und sinkt: „Heute back ich morgen brau ich, übermorgen klau ich der Königin ihr Kind. Ach wie gut, dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.“

Vieles an dieser Szene im Prolog der Geschichte hat eine Bedeutung, die später erst offensichtlich wird. Es hat sich tatsächlich gelohnt, nach dem ich das Buch gelesen habe, noch einmal den Prolog zu lesen, um zu sehen, was da alles schon an Hinweisen auf den späteren Verlauf der Geschichte zu finden war.

Zwei Jahre nach dieser ersten Begegnung mit dem kleinen Männchen, der als schwarzer Junge bezeichnet wird, ist Alene schwanger, immer noch bitter arm und sieht erneut den hässlichen Jungen mit der schwarzen Haut.

Da es kein Märchen im üblichen Sinn ist, sondern ein Galgenmärchen, sind die Bilder nicht bunt und malerisch gemalt, sondern ausgesprochen grau und elend. Es ist Krieg, es herrscht Hunger und der König ist doch eher Bedrohung als alles andere. Im Elend steht der Büttel da und hält die Hand auf, was nicht daran liegt, dass dies der falsche König sei, sondern einfach so ist, im Prag des 17. Jahrhunderts.

Eine sehr realistische und wenig märchenhafte Darstellung des damaligen Lebens, die mir sehr zusagt. Und doch sind da auch schöne, märchenhafte Momente. Liebe, Güte und Loyalität finden sich auch im schlammigen Grau in Grau des von Krieg gezeichneten Prags, wie zarte Blumen die aus dem Matsch einer Straße im Frühjahr ans Sonnenlicht streben, wenn es noch zu kalt ist, aber doch ein paar Blumen ihren Weg an die Sonne suchen.

Und am Ende wartet doch tatsächlich ein Happy End, wenn auch auf andere Weise, als man am Anfang denken würde. Und da sind wir an dem Teil, der mir an dem Buch am Besten gefallen hat. Auch wenn ich jetzt natürlich nicht schreiben werde, was genau das ist, was mir so gefallen hat.

Eine überraschende Wendung ist ja keine überraschende Wendung mehr, wenn man weiß, was passiert. Ich sage nur so viel, das vieles am Ende nicht so ist, wie es am Anfang aussah.

Kindsräuber
ein Galgenmärchen von Nora Bendzko

Zularies, Koboldin des Kern

Zularis ist eine sehr zurückhaltende Person. Sie ist nicht ganz einen Meter groß, mit grauen Haaren und Augen und trägt einen grauen Schleier über ihrem hochgebundenen Haar.

Sie ist ruhig und zurückhaltend und wird nur selten bemerkt. Es gehört zu ihren Gaben einfach nicht gesehen und sogar vergessen zu werden.

Zularies ist stets auf der Suche nach Geheimnissen und Rätseln, die es zu lösen gilt. Sie will den Dingen auf den Grund gehen und alle Geheimnisse der Welten und Netze lösen. Dafür ist sie viel unterwegs. So sammelt sie immer neue Erfahrungen und Erkenntnisse.

Diese schreibt sie mit dunkelgrauer Tinte in ihr Buch der tiefen Erkenntnis. Was auch immer sie sieht, hört oder sonst wie bemerkt wird hier notiert, bedacht, untersucht um daraus Schlussfolgerungen zu ziehen und die Erkenntnisse der Welt voran zu treiben.

Mittlerweile hat das Buch mehrere Bände, welche nach Zeitaltern sortiert sind. Zularies schreibt chronologisch, so wie sie die Dinge erfährt und zur Erkenntnis gelangt. Hat sie ein Buch voll geschrieben, stellt sie es in ihr Bücherregal und nimmt sich das nächste Buch vor. Das Regal steht in den Tiefen der Schattentunnel, in ihren persönlichen Räumen, die sie stets gut verschlossen hält.

Ihr Arbeitszimmer, das sie als Raum der Erkenntnis bezeichnet, ist angefüllt mit Schriften, Zeichnungen und Wissensansammlungen aus allen Teilen der Welten. Dabei nutzt sie stets die neuste Technologie. In ihrem Raum stehen moderne Computer neben Steintafeln und Büchern.

Mittlerweile macht sie ihre Aufzeichnungen im Computer, druckt aber am Ende das geschriebene Buch aus.

Sie ist ruhig, sehr zurückhaltend und sachlich. Zularies urteilt nicht, sie wertet nur aus und sammelt die Fakten um am Ende den Dingen auf den Grund zu gehen. Dabei ist sie freundlich und höflich, fast ein wenig schüchtern. Das ändert nichts daran, dass sie ein altes, sehr mächtiges Wesen ist.

Besonders interessiert ist die Koboldin an Magie und Magier:innen. Hin und wieder nimmt sie einen Magier oder eine Magierin unter ihren ganz besonderen Fittiche und zeigt sich dann auch schon mal.

BuchBerlin 2021

Endlich wieder Buchmessen.

Es ist Herbst 2021 und in Berlin ist Buchmesse: Die BuchBerlin. Diesmal als Besucherin freue ich mich schon seit Tagen darauf nach Berlin zu fahren und dort wieder in Büchern zu stöbern. Mit von der Partie ist meine fast erwachsene Tochter, die allerdings mit einem klaren Ziel nach Berlin fährt: Gay soll es bitte sein, und zwar mit Frauen. Sie hofft zumindest auf ein paar Bücher zu dem Thema.

Nun, Anfang November kann man Karten kaufen. Da ich nicht sicher bin, wie viele Karten es geben wird, ob wir auch welche bekommen und ob das Ganze, angesichts der allgemeinen Situation, nicht abgesagt wird, besorge ich mir erst einmal die Karten für die BuchBerlin, und dann die Fahrkarte für den ICE nach Berlin.

Es gibt den Sparpreis und den Supersparpreis. Ein wesentlicher Unterschied besteht darin, dass man den Sparpreis stornieren kann. Angesichts der aktuellen Situation, halte ich mir die Möglichkeit offen zu stornieren, und zahle dafür ein paar Euro mehr.

Nun ist alles vorbereitet: An meiner Pinnwand hängt die Fahrkarte für meine Tochter und mich und die Tickets – eines zum vollen Preis, das andere ermäßigt.

Dann kommt der Donnerstag vor dem großen Tag.

Meine Tochter ist Schülerin, und die Corona-Tests in der Schule haben eine recht hohe Falsch-Positiv-Rate. Und so wird meine Tochter mit positivem Schnelltest nach Hause geschickt.

Hausärztin ist – seit Tagen – nicht erreichbar, ebenso andere Hausarztpraxen, aber es gibt ja die Testzentren. Kostenpunkt 60 Euro.

Ähm, das sehen wir eigentlich nicht ein. Müssen wir auch nicht. Tochter hat ja einen Beleg von der Schule, und damit bekommt sie den Text kostenlos. Sie bekommt auch gleich einen Termin. Nun muss das Testergebnis noch rechtzeitig kommen.

Es ist ja Donnerstag, das kann klappen.

Tut es auch. Am Freitag kommt das Ergebnis, negativ, und meine Tochter hat nun auch das negative Testergebnis, um das auf der Seite der Buchmesse gebeten wird.

Ich selbst mache auch noch einen Test, der ebenfalls negativ ausfällt und so können wir geimpft und getestet nach Berlin aufbrechen.

Unsere Bahn fährt am Samstag um 8 Uhr los, was ein guter Grund ist am Abend wirklich alles gepackt zu haben – und meine Tochter nicht davon abhält zur langen Nacht der Mathematik in die Schule zu entschwinden. Mit negativem PCR-Test ist das ja alles möglich.

Als sie dann um Mitternacht nach Hause kommt, werden noch Sachen gepackt.

Wir brauchen für die Reise ihren Schülerausweis. Ne, so was hat sie nicht. Aber da gibt es so eine Bestätigung von der Schule, dass sie dort Schülerin ist, die wir für ihre Monatskarte vom HVV brauchten. Die ist eingescannt und das Dokument ruht sicher im Computer. Ja, da ruht es gut.

Während ich die nächsten Punkte auf der Liste durchgehe, sucht mein Mann das Dokument, das bestätigt, dass meine Tochter Schülerin ist. So selbstverständlich ist das mit 17 nicht.

Ihre Bahncard brauchen wir noch. Die Reise ist für zwei Personen mit Bahncard gebucht.

Die Bahncard ist schnell gefunden, und seit drei Monaten abgelaufen.

Wie kann das sein? Ich war mir so sicher, dass sie eine hat, die bis zur Volljährigkeit gültig ist.

Ja, die haben wir auch, nur etwas tiefer vergraben.

Katastrophe 2 also überstanden.

Nun fehlt noch das Dokument, dass belegt, dass sie die Ermäßigung zurecht erhalten hat.

Mein Mann sitzt entspannt vorm Fernseher, Tochter sucht die wirklich wichtigen Dinge für die Fahrt zusammen (Tablett und Smartphone), beide schauen mich nur irritiert an.

„Die Bestätigung habe ich euch längst aufs Handy geschickt.“ Meint mein Mann lapidar, als ich ihn fragend ansehe.

Ah, ok, dann kann es morgen ja losgehen.

Am nächsten Morgen geht alles reibungslos. Es geht nach Berlin, zur Buchmesse.

Die Bahn ist pünktlich und auch in Berlin erreichen wir zur vorgesehenen Zeit den Treptower Park und wenige Minuten später die Berlin Arena, belegt mit verschiedensten Buchständen.

Sehr viele Kleinverlage und Selbstverlage, viel Fantasie, genau meine Welt.

Es gibt einen Eingang für onlinebuchungen, also uns, ohne jede Schlange.

Auch ohne Lucaapp können wir einchecken und dann sind wir drin.

Das Erste was meiner Tochter – und damit auch mir – auffällt sind Regenbogenfarben und das Wort „gay“ an einer Wand. Queere Fantasy ist im kommen und wird mehr. Mein Kind ist glücklich und ich mit ihr. Gleich am ersten Stand mit Regenbogen können wir sogar Regenbogenmasken erwerben.

Es gibt allerdings noch mehr. So viel mehr an Büchern.

Ach ja, meine Tochter und Bücher.

Vor der Fahrt habe ich meinem Kind noch ganz klar und konsequent erklärt, dass ich sie ja schon zur Buchmesse einlade, und sie sich die Bücher dort selbst kaufen soll. „Ja“, sagte sie, „klar, was denn sonst.“

Also, ein Buch hat sie sich dann auch selbst gekauft. Dann hatte sie kein Geld mehr dabei, dafür noch ihre großen Tochteraugen.

Ich habe beschlossen, dass es sehr konsequent von mir ist, sie das erste Buch selbst kaufen zu lassen und wir uns doch ansonsten Kinder wünschen, die Bücher lesen.

Außerdem bereut man doch am Ende seines Lebens, nicht die Dinge, die man getan hat, sondern die die man nicht getan hat (habe ich zumindest gelesen). Für Bücher und Buchmessen gilt das allemal: Ich bereue nicht die Bücher, die ich gekauft habe, sondern all die Bücher, die ich nicht gekauft habe.

Und ein Gruppenfoto der auf der Messe anwesenden Mitglieder des Nornennetzes:

Am Abend geht es dann wieder zurück nach Hamburg.

Wir suchen eine Verbindung zum Bahnhof Südkreuz heraus und planen gut 30 Minuten Puffer ein.

Das war auch gut so, denke ich, als die S-Bahn Minuten lang stehen bleibt, wegen eines Polizeieinsatzes an der Haltestelle Hermannstraße. Die Bahn fährt weiter, ich denke alles gut, und dann bleibt sie genau in der Hermannstraße stehen. Der Zug endet hier, wegen des Polizeieinsatz, alles aussteigen, seht zu wie ihr weiter kommt.

Arrg. Wie kommen wir jetzt rechtzeitig zum Südkreuz, und damit zu unserer Bahn nach Hamburg?

Gar nicht so einfach.

Hier fährt die S-Bahn nicht weiter, nur die U-Bahn, die uns woanders zur S-Bahn bringt, und das klappt dann doch nicht mehr bis 19:37 Uhr.

Aber Berlin hat ja mehr als einen Bahnhof, unter anderem den Hauptbahnhof, und fahren nicht alle Züge in Berlin durch den Hauptbahnhof?

Ich schaue auf die-bahn.de danach, wann unser Zug im Hauptbahnhof ist, während meine Tochter die Verbindungen zu eben diesem checkt, während wir schon mal zur U-Bahn hasten. Wie gesagt, irgendwelche Hilfen oder Leute die uns den Weg weisen, sind offensichtlich nicht vorgesehen.

Tatsächlich fährt der Zug nach Hamburg um 20:02 durch den Hauptbahnhof, und um 19:48 Uhr können wir diesen erreichen. Immerhin sind wir mit unserem Ticket gebunden und können nicht irgendeinen Zug nehmen. Nochmal etwa 100 Euro für die Rückfahrt auszugeben fand ich nun keine so prickelnde Option.

Wir erreichen den Hauptbahnhof pünktlich um 19:48 und so groß ist er nicht, dass man nicht innerhalb von 14 Minuten von einem Ende des Bahnhofs zum anderen gelangt.

Es bleibt sogar die Zeit, den richtigen Wagon ausfindig zu machen – was hat mich die Durchsagen aufgeschreckt, die dann am Ende nur mitteilte, dass die Wagenreihung umgedreht wurde. Ist mir doch egal.

Im Zug fragte ich dann noch mal nach, was denn gewesen wäre, wenn wir diesen Zug aufgrund des Polizeieinsatzes verpasst hätten.

Ein Blick auf meine Ticket, dass Sparpreis +City ist und der freundliche junge Mann erklärt mir, dass wir dann auch den nächsten Zug mit dem Ticket hätten nehmen können. Den Polizeieinsatz hätte man ja nachweisen können.

Mit dem Wissen wäre ich schon ruhiger gewesen, trotzdem war es eine aufregende Fahrt.

Und eine tolle Buchmesse.

Ausbeute:

Und die Hydra der ungelesenen Bücher bekommt Futter.


Egal, ich liebe Bücher und ich werde sie schon noch alle lesen.

Bis zur nächsten Buchmesse.

Alle Bilder wurde mit freundlicher Genehmigung der Standbesitzer:innen gemacht.

Kernkobolde

In den Schattentunneln leben neben den grauen Faltern die Kobolde.

Kobolde sind unsterbliche sehr magische Wesen voller Neugier. Sie dringen tief ein in das Wesen der Dinge und bringen das Verborgene zum Vorschein. Dort wo Geheimnisse lauern und das Gefüge der Realität ins Wanken kommt, tauchen sie auf.

Ihr Gebiet ist die akademische Magie in ihren 12 Ausrichtungen.

Wie die Magie, kennen auch die Kobolde 12 Ausrichtungen, die sie mit den 12 Kräften der Magie verbinden. Die besonders neugierigen Kobolde unter ihnen sind die grauen Kobolde des Kern.

Sie leben tief verborgen in den Schattentunneln, wo sie in Büchern, Computern und im Stein selbst nach Geheimnissen und ihren Lösungen suchen.

Sie können sich unsichtbar machen und haben die Gabe gänzlich übersehen zu werden.

Die Kernkobolde sind besonders neugierig und besonders wissend, da sie alles Wissen und jede Information nicht nur aufnehmen sondern auch analysieren und der Information akribisch auf den Grund gehen.

Um dies zu perfektionieren, sind sie untereinander gut vernetzt. Das Netz der Kernkobolde funktioniert über Steine. Berühren sie einen Stein, so sind sie mit dem Netz der Kernkobolde verbunden und können sich telepathisch austauschen. Die Erkenntnis des einen Kobolds geht auf alle seine Mitkobolde über.

Allgemein haben Kernkobolde einen besonderen Zugang zu Stein. Sie tragen Schmuck aus Stein, lieben Edelsteine und haben besondere Kontrolle über Stein. Sie können auch mit Stein verschmelzen und durch Stein wandern, wenn sie dies geübt haben.

In den Schattentunneln sind sie besonders heimisch und in den Welten bevorzugen sie Höhlen.

Zu humanoiden Wesen haben sie selten Kontakt, wenn deren Verstand sie reizt. Wenn aber ein humanoides Wesen einen Kernkobold genug interessiert, so kann dieser sehr hartnäckig und treu sein.