Buchrezension: Der Fluchsammler von Ann-Kathrin Karschnick

Als mir das Buch „Der Fluchsammler“ in die Finger kam, war ich noch nicht auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für meinen Mann. Es war der 23. März und ich war zusammen mit meiner Tochter auf der Leipziger Buchmesse. Der Geburtstag meines Mannes ist erst im Juni, das war noch etwas hin.

Aber irgendwie sprach es mich an und ich dachte mir, dass es etwas für ihn sein könnte. Also kaufte ich das Buch, versteckte es bis Juni und las es dann im Herbst.

Die Idee des Buches war zumindet mir neu. Vincent, ein junger Mann – zumindest augenscheinlich jung, der Gute ist über 100 Jahre alt – befreit Menschen von Flüchen, so sie denn verflucht wurden. Das macht er nun schon seit 100 Jahren und bald läuft sein Vertrag aus. Es geht um seinen letzten Fluch, dem er auf den Grund gehen soll.

Elisabeth ist Streetworkerin von Beruf und bei ihr ist Beruf wirklich Berufung. Nur kann sie seit einem Jahr nicht mehr arbeiten. Sie ist verflucht. Jeder Mensch in ihrer Nähe befindet sich in Lebensgefahr. Darum bleibt sie zuhause und leidet entsetzlich.

Vincent könnte ihre Rettung sein, nur weiß sie nicht, ob sie ihm vertrauen kann.

Die Geschichte ist spannend zu lesen, auch wenn vieles recht klar und augenscheinlich wirkt. Wir wissen genau, wer den Fluch ausgesprochen hat. Es ist auch recht schnell klar, dass dies zumindest auch eine Liebesgeschichte ist und wie diese ausgehen wird.

Aber der Fluch ist komplexer als gedacht, und wer nun noch involviert ist und warum eigentlich jemand diesem unsympathischen Psychopathen im Gefängnis hilft, bzw. ob er ihm überhaupt hilft oder nicht seine eigenen Interessen verfolgt, das bleibt bis zu den letzten Seiten rätselhaft.

Besonders hat mir allerdings ein Schlenker ganz am Ende gefallen, den ich hier natürlich nicht verraten werde, da er mitten im Showdown nicht alles, aber doch einiges, auf den Kopf stellt.

Also, wer etwas Mystery mit frischen neuen Ideen und zwei interessanten Protagonist:innen mit ihren Eigenheiten mag und dabei gerne etwas rätselt, wird mit diesem Buch viel Vergnügen haben.

Der Fluchsammler
Ann-Kathrin Karschnick
Papierverzierer

Die Dämonen von Sutu

Sutu – Ashmedai

Auf Damar leben Dämonen. Es gibt verschiedene Arten von Dämonen: Die Anath, die Ashmedai, die Ur und die Höhlenläufer. In diesem Beitrag geht es um ein Volk der Ashmedai, um die Sutu.

Die Ashmedai sind wohl den midgardischen Vorstellungen von Dämonen am nächsten. Sie sind etwa menschengroß, ihre Haut ist braun, ihre Haare meist schwarz. Sie haben ledrige, braune Schwingen die ihnen von den Schultern aus wachsen. Einige haben an den Flügelspitzen Krallen, auch kommen kleinere und selten auch größere Hörner an der Stirn vor. Ihre Zähne sind scharf und erinnern an ein Raubtiergebiss. Die Ashmedai ernähren sich sowohl von Fleisch, als auch von dem was sie anbauen. Wie die anderen Dämonen auch sind sie Bauern die nebenher auch Tiere halten und jagen.

Die vier Inseln des Kontinentes, auf dem die Ashmedai beheimatet sind, bestehen aus von Bergen durchzogenem, erdigen Land. Nach Süden hin wird das Klima wärmer und richtig heiß. Allein in den nördlichsten Regionen wird es im Winter ernsthaft kalt. Im Süden wir der Sommer tropisch heiß. Hier ist es auch im Winter warm, aber nicht so warm wie im Sommer. Die Hitze stammt aus dem Heißland um das ewige Feuer. Durch dieses Feuer haben die Engel aus Angary einen Weg auf diese Welt gefunden und halten nun die südliche Insel besetzt.

Die anderen Inseln sind frei von der Herrschaft der Engel und halten sich in ständiger Verteidigungsbereitschaft gegen ihre feindlichen Nachbarn. Es gibt 18 freie Länder verteilt auf 3 Inseln. Sie sind verbunden durch Tunnel durch die Steinberge. Die Tunnel werden in bewachten Kolonnen durchquert, von denen sich die Höhlenläufer fernhalten.

Sie leben in Nestern gemeinsam: Eine Frau hat bis zu 12 Männer, mit denen sie ihre Kinder bekommt. Die Frauen bestimmen die Politik des Nestes und ziehen die Jungen auf. Die Männer verteidigen das Nest und vertreten es häufig nach Außen hin. Bestimmend sind unter den Ashmedai aber die Mütter der Nester. Politik wird bei den Ashmedai allgemein stark von den Frauen bestimmt. Sie sind oft Clanmütter und diese treffen wichtige Entscheidungen.

Frauen gegenüber zeigen und erwarten die Ashmedai selbstverständlichen Respekt. Es gibt deutlich weniger Frauen als Männer unter ihnen, und die wenigen Frauen haben eine hohe Stellung in der Gesellschaft. Männer gehen etwas rauer miteinander um. Von einem Mann erwarten die Ashmedai, dass er seinen Mut und seine Fähigkeiten beweist, um zu zeigen, dass er ein wertvolles Mitglied der Gemeinschaft ist oder sein kann. Frauen erhalten ihre Stellung und Anerkennung, wenn sie Mütter werden.

Die einzelnen Dämonen sind auf Ashmedai, zumindest auf den nördlichen Inseln auch frei in ihrer Entscheidung. Männer wie Frauen können ein Nest verlassen. Nur die Eltern kleiner Kinder sind daran gebunden, diese Kinder zumindest so weit groß zu ziehen, bis sie sicher laufen und fliegen können.

Kinder werden freundlich behandelt, aber nicht wirklich ernst genommen. Die Ashmedai erwarten, dass sie ihre Position in der Gesellschaft einnehmen, ehe sie bereit sind, sie als vollwertige Dämonen zu akzeptieren.

Politische Strukturen kennen die Ashmedai wenige. Sie haben die Nester und jedes Nest hat eine Nestmutter. In wichtigen Angelegenheiten beraten einander die Nestmütter und zu meist gemeinsam getragenen Entscheidungen.

Die Städte sind große Ansammlungen von Nestern, die nahe beieinander liegen. Hier wird gehandelt und hier versammelt sich das Handwerk. Doch im Denken und Fühlen der Ashmedai bleiben die weiten Felder und die auf ihnen verteilt liegenden Nester der Kern ihrer Kultur und ihres Lebens.

Es gibt 3 freie Inseln und eine Insel unter der Macht der Engel.

Die nördlichste der Inseln ist Sutu. Diese Insel kennt ernsthaften Winter und milde Sommer. Zumindest im Norden von Sutu, in Nireti sind die Winter oft kalt und streng. Hier kennen die Dämonen auch das Märchen von Nubur, dem Schneeläufer, der kommt und die Kinder holt, wenn sie in der Dunkelheit noch unterwegs sind. Der Schneeläufer holt aber nicht nur die Kinder, er bringt auch Gebäck und kleine Geschenke in die Nester, wenn dort kleinere Kinder leben. Man darf ihn nur dabei nicht stören.

Die Nester auf Sutu folgen alle dem Schema, dass um ein Hauptnest die Nebennester gruppiert werden. Die einzelnen Gebäude sind von Veranden umgeben, auf denen sich das öffentliche Leben des Nestes abspielt. Die Sutu sind durchaus gastfreundlich, bis zu dieser Grenze.

Weiter eingeladen zu werden, in das Nest selbst, ist eine große Ehre und ein Vertrauensbeweis.

Im Norden von Sutu ist die Veranda allerdings häufig noch einmal von Fenstern und Holzwänden eingefasst, um gegen Kälte und Wind geschützt zu sein.

Auch wenn die Sutu eigentlich Bauern sind und sehr friedliebend, lernt jeder Junge sich im Kampf zu behaupten. Aus dem Süden droht stets die Gefahr der Engel, und es gehört nun mal zu den Aufgaben der Männer das Nest und ihre Frauen zu verteidigen.

Allerdings ist in Sutu diese Gefahr recht weit entfernt. Sutu ist der nördlichste Teil von Ashmedai.

Regierungen kennen die Sutu nicht. Sie bilden eine Struktur aus Nestern und Städten. Dabei werden die Städte von Mütterräten organisiert, während in den Nestern die Nestmütter das Sagen haben.

Auf der Insel liegen 7 Länder: Nugar, Buhr, Suhl, JaiTin, Nireti, Savir und Lietwar.

Im westlichen Nugar wird vor allem Kristall abgebaut und bearbeitet. Das kleine Land ist berühmt für sein Kristallhandwerk und die sehr hübschen kleinen Figuren die sie herstellen.

Allerdings verkaufen sie ihre Kunst auch teuer.

Ihre Nachbarn die Buur sind vor allem Bauern, ebenso wie die JaiTin, ihre Nachbarn. Die beiden Länder sind durch das Gebirge getrennt und unterscheiden sich kulturell durchaus von einander. So haben die JaiTin spitze Dächer und weiter Reisfelder, da es bei ihnen viel Regen gibt, während die Dächer der Buur deutlich flacher sind und sie stärker Gemüse anbauen.

Suhl umgibt einen Kristallsee in dessen Mitte die Kristallstadt Urta liegt. Hier in Urta liegt der Kristallpalast in dem der Kristallclan lebt. Dieser Clan ist uralt, der Legende nach waren sie die ersten Dämonen auf Sutu. Der Clan ist nicht wirklich reich und auch nicht wirklich mächtig, aber er ist von hoher spiritueller Bedeutung für alle Sutu-Dämonen.

Manche Sutu-Männer pilgern nach Urta um ein oder zwei Jahre dem Kristallclan zu dienen und dann in ihr normales Leben zurück zu kehren. Durch seine von Gebirge umgebene Lage ist Suhl von den anderen Ländern recht abgeschieden und hat einige eigene Bräuche entwickelt, wie die 12 Kristalltage.

Die östlichen Länder, Listwar, Sawir und Nireti sind Bergiger als ihre Nachbarn und hier wird Bergbau und auch Metallabbau betrieben. Gerade im Norden, in Nireti, ist die Flora eher dünn und die Nireti leben vor allem vom Abbau ihrer Mienen und dem Handwerk. So wie die Nugar für ihr Kristallhandwerk bekannt sind, sind es die Nireti für ihr Metallhandwerk und besonders ihre Waffen. Weit im Süden verwenden die Dämonen noch die Klingen der Nireti.

Die vier Feste der Jahreszeiten:

Die Kultur der Sutu-Dämonen kennt einige Bräuche entsprechend der Jahreszeiten. Sie feiern Lichter-Feste im Winter, Fruchtbarkeitsfeste im Frühjahr, Sommerfeste und Erntefeiern im Herbst. Diese Feste unterscheiden sich in Einzelheiten je nach Land und Region, aber allen Sutu-Dämonen ist gemeinsam, dass sie die Vier Jahresfeste feiern.

Im Winter werden kleine Glaslaternen in die Bäume und an die Hauswände gehängt. Es werden Girlanden und Gedecke gebastelt und in den Häusern und auf den Veranden verteilt und überall steht warmes Gebäck, das extra für das Lichterfest gebacken wird.

Der Schmuck und die Lichter bleiben über mehrere Tage, teils auch den ganzen Winter. Am Abend des Lichter-Festes dann wird sich versammelt. In Sutu wird ruhig gefeiert, gesungen und gegessen.

Im Frühling dann werden zum Fruchbarkeitsfest Blumen im Haus verteilt und ausgepustete Eier bemalt und aufgehängt.

Es wird viel Musik gemacht und getanzt und kommt auch immer mal zu sexuellen Interaktionen. Es gibt weniger ein Fest, als immer wieder kleinere Feste über die Frühjahrszeit. Nach den Festen beginnt dann die Aussaat.

Im Sommer schmücken die Ashmedai von Sutu ihre Häuser mit langen, farbigen Stoffstreifen und Papierblumen. Es wird viel gesungen und gibt immer wieder kleinere Tanzfeste, bis zum Mittsommer. Am längsten Tag im Jahr ruht alle Arbeit und die Dämonen kommen zu einem großen Sommerfest zusammen.

Das Erntefest findet dann im Herbst, nach der Ernte statt. Dadurch wird es in jedem Land an einem anderen Tag gefeiert, je nach dem, wann die Ernte beendet ist.

Das Haus wird mit Herbstgräsern geschmückt und vor dem Fest gestrichen und erneuert.

Da die Felder abgeerntet sind, wird dort gefeiert. Auf den Feldern werden Tücher ausgebreitet, auf denen die Dämonen picknicken. Sie tanzen auf den Feldern und am Ende der Feier, werden die Reste des Mahls im Boden vergraben.

Picard

Heute werde ich meinem Motto doch untreu, aber manchmal möchte ich doch: „Danke“ sagen.

In diesem Fall geht es um die neue Star Trek Serie: Picard. Jean-Luc Picard ist zurück. Im wahrsten Sinn des Wortes. The next Generation hat den Sprung ins 21. Jahrhundert geschafft, und alles mitgenommen, was Star Trek ausmacht.

Ich kenne Star Trek noch aus den 70ern, als Kirk mit flotten Sprüchen die Enterprise durchs Weltall und alle möglichen Abenteuer führte. Das war fast eher eine Kinderserie, aber dann kam „Enterprise, das nächste Jahrhundert“, unter dem Komando von Jean-Luc Picard. Die flotten Sprüche wurden deutlich weniger, dafür kam mehr Tiefe in die Serie.

Was bei Kirk durchaus schon vorhanden war, wurde nun zum wesentlichen Element von Star Trek. Es ging um Ethik, um Respekt vor anderen Lebensweisen und darum auch in schwierigen Situationen das Richtige zutun. Und ganz wesentlich ging es darum Kämpfe zu vermeiden, nicht sie zu gewinnen.

Leider verlor sich vieles von dem was ich an Star Trek geliebt habe, in spätere Serien und Filmen, ja bis zu dieser neuen Serie.

Ein Friede der geschlossen wurde, in dem Gutes getan wurde und nicht durch Drohungen. Die Fragen nach Richtig und Falsch, verwoben mit einem Rätsel, das es zu lösen gilt. Und nicht zu vergessen: Jean-Luc Picard. Der Picard, der dem Volk, welches ihn als Gott verehren wollte, erklärte, dass er kein Gott sei.

Über die Serie werde ich nichts weiter schreiben. Nur so viel, dass ich nach der ersten Folge mir sicher bin, dass es wieder eine Star Trek Serie gibt, welche uns nun wöchentlich vor den Bildschirm bringt.

Und dafür bin ich Patrik Steward und dem gesamten Produktionsteam, sehr dankbar.

Buchvorstellung: Nachtriss – Jagdfieber von Hella Menschel

Nachdem ich nun selbst ein Buch geschrieben habe, das in einem Kleinverlag veröffentlicht wurde und sich auch wenig um Mainstream kümmert, werde ich dieses Buch hier ebenfalls vorstellen:

Nachtriss – Jagdfieber ist der erste von 3 Bänden.

Es geht um Vampire, die Art von Vampiren, die Nachts unterwegs ist, Blut trinkt, nicht altert und bei Sonnenlicht recht schnell zu Staub zerfällt. Vampire die so unteschiedlich sind, wie die Menschen die sie einmal waren. Ob sie nun ihr Unleben als Chance begreifen oder als Fluch ansehen, ob sie Menschen benutzen und manipulieren oder ihre Fähigkeiten einsetzen sie zu retten, ob sie an ihrem Blutdurst verzweifeln oder ihn hemmungslos ausleben – was ihnen gemeinsam ist, ist dass sie bestimmt nicht glitzern.

Diese Vampire haben ein gemeinsames Problem, einen Feind, der sie jagt um sie zu vernichten.

In Nachtriss erzähle ich die Geschichte des Kampfes gegen die Vampirjäger aus Sicht der Vampire. Es sind 12 Geschichten aus der Sicht von 12 völlig verschiedenen Vampiren. Jede Geschichte steht für sich, und bringt dabei die allgemeine Handlung voran:

Wer sind diese Vampirjäger?

Wo kommen sie her?

Und woher, verdammt noch mal, haben sie ihre magischen Fähigkeiten?

Der erste Band erzählt die ersten vier Geschichten:

Natalie die Anarchistin, die schon in den 1930ern gegen die Nazis kämpfte, verfolgt nun einen Werwolf in Berlin.

In Prag verliebt sich die kämpferische Vampirin Karin in die Person, die sie observiert.

Der Bürokrat Martin will in Hamburg seine sterbliche Tochter retten.

In Istanbul verwirren sich die Zeitebenen und die Wege des verhältnismässig jungen Vampires Sigismund mit dem Werdegang der roten Alten. Erschwerend kommt hinzu, dass keiner der Hauptcharaktere über so etwas wie einen klaren Geist verfügt.

Da dies völlig verschiedene Personen sind, wird auch jede Geschichte auf ihre eigene Art erzählt.

Nachtriss – Jagdfieber
Hella Menschel
Stichblattverlag

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Natalie auf YouTube

Karin auf YouTube

Martin von YouTube

Sigismund auf YouTube

Zurrsaars – Insektoide Anid

Das insektoide Großreich Zurrsaars besteht aus den 5 Völkern von Saars. Die Völker haben sich zusammengeschlossen und werden von einem gemeinsamen Senat regiert, der auf der Station Saarsan seinen Sitz hat.

In dem Rat sitzen aus jedem der fünf Völker fünf Senatoren oder Senatorinnen. Sie vertreten ihre Völker und beschließen gemeinsam die grundlegenden Richtlinien von Zurrsaars.

Diese Regeln werden nun von der Verwaltung von Zurrsaars umgesetzt und an die verschiedenen Völker weiter gegeben.

Der Sitz des Rates ist eine besonders ausgestatete Station mitten im Zurrsaars-Raum.

Die Station ist Kugelfömig, mit Anlegemöglichkeiten für Schiffe, so dass sie oft etwas stachlig wirkt. Die Gravitation der Station bestimmt die Aussenhaut als Unten.

Die unteren Teile der Station beinhalten Schlafnester, Möglichkeiten etwas zu essen und verschiedene Nutzräume. Weiter oben befinden sich die Nester der ständigen Bewohner von Saarsan und Konverenzräume. Darüber liegen die Nester der 25 Senatoren und Senatorinnen und in der Mitte der kugelfömige Sitzungssaal des Senats.

Dieser Raum hat die Eigenheit, dass er nur aus Boden besteht, da die Schwerkraft auf die gesamte Aussenwand des Raums gleichermaßen einwirkt. In der Mitte des Raums, gehalten von verschiedenen Stangen, befinden sich Computer und Kommunikationsmittel.

Der Rat trifft sich hier in regelmäßigen Abständen.

Die meisten Stationen von Zurrsaars liegen beieinander im insektoiden Raum, doch an den Rändern franst das Reich aus und micht sich auch mit menschlichem und pflanzlichem Raum.

Die fünf Völker von Zurrsaars

Die Klatirk leben in sind flügellose Insektoide mit sechs Extremitäten, die sie alle als Beine und Arme nutzen können. Am Ende ihrer Extremitäten haben sie jeweils 5 Finger zum greifen. Sie leben in kleineren Gruppen von bis zu 100 Insektoiden zusammen in eher kleinen Stationen. Die Klatirk sind sehr dezentral organisiert. Jede Station hat ihre eigenen Regeln über die im Konsens entschieden wird. Die Klatirk sind sehr gut untereinander vernetzt und daran orientiert in Gruppen zu arbeiten. Häufig haben sie Komunikatoren mit denen sie mit den Mitgliedern ihrer Station verbunden sind, teils werden diese sogar implantiert. So können sie oft Mitglieder ihrer Station erspüren. Die Klatirk sind friedlich aber alles andere als wehrlos.

Ihre Kinder werden von der Gemeinschaft in die sie geboren werden aufgezogen. Gewöhnlich bleiben sie in der Station in die sie geboren wurden, nur wenige Klatirk machen sich auf die Reise und wechseln die Station. Allerdings kommt es schon vor, dass junge Klatirk ein wenig umherziehen, ehe sie in ihre Station zurückkehren. Sie kennen keine Heirat aber sehr feste Liebesbeziehungen.

Die Klatirk fühlen sich Guldan zugehörig, dem Gott des Lebens. So ist ihre Farbe auch grün. Sie sprechen Sprachen die den Arnhemland-Sprachen aus Australien entsprechen.

Die Biesna sind geflügelt und verfügen über Giftstachel die sehr gefährlich sind. Sie leben in sehr großen Strukturen und sind zentral organisiert, wobei sie aber sehr demokratisch entscheiden. Es gibt regelmäßig Treffen an denen alle Biesna teilnehmen, teils virtuell um wichtige Entscheidungen zu treffen. Hierfür nutzen sie technische Kommunikationsmittel, damit sich jedes Mitglied der Gemeinschaft äußern kann. Sie sind sehr bürokratisch und legen Wert darauf, dass die Dinge ihre Richtigkeit haben.

Das Leben der Biesna ist gut durchorganisiert. Sie haben Schulen für ihre Kinder in denen der Nachwuchs gefördert wird. Diese Schulen sind wie Internate aufgebaut: Für die meiste Zeit leben die jungen Biesna nicht bei ihren Eltern sondern in den Schulen. Nur solange sie sehr klein sind, bleiben sie bei ihren Familien.

Biesna leben in kleinen Familienverbünden, welche aus 3 bis 6 Erwachsenen und ihren Nachkommen bestehen. Sie haben damit Gruppenehen. Ihre Sprache entspricht der Makassar-Sprache. Ihr Gott ist Vendes, der ethische Gott und ihre Farbe ist Gold.

Die Veih teilen sich in zwei Gruppen, welche einander äußerst kritisch beäugen. Sie alle leben im Wasser und können nur wenige Minuten an Land aushalten. Ihre Stationen sind folglich mit Wasser gefüllt. Die Veih sind lang, mit 20 bis 60 Extremitäten rund um ihren Körper. Sie sind in zwei Reichen organisiert: Den Nef-Veih und den Sae-Veih.

Die Nef-Veih glauben an Zahan, den Sohn des Wassers, der die Zeit spinnt und die Veih als sein Ebenbild geschaffen hat, bevor er alle anderen Anid schuf. Die Sae-Veih glauben an Zahan die Wassergöttin, welche Teil des Pantheons ist und die Veih schuf. Diese Glaubensdiskrepans bringt einiges an Konflikten mit sich, so dass sich die Veih in zwei Gruppen aufgetrennt haben. Im Rat von Zurrsaar sitzen jeweils zwei Sae-Veih und zwei Nef-Veih. Der fünfte Posten wird abwechselnd von Sae- und von Nef-Veih besetzt.

Die Veih bilden innerhalb der Stationen kleinere Gruppen in denen sie auch ihre Kinder großziehen. Sie haben seit dem Kontakt zu den Biesna Schulen, aber es gehen nicht alle Kinder der Veih zur Schule. Da ihre Gottheit Zahan ist, ist ihre Farbe blau. Ihre Sprachen entsprechen den Nyulnyulan-Sprachen aus Australien. Dabei sprechen Nef-Veih und Sae-Veih oft gleiche Sprachen.

Die Belwis sind besonders schöne Insektoide die in recht großen Stationen zusammenleben. Sie haben schillernde Flügel und sind recht groß und schlank. Sie haben Fühler am Kopf, deren Enden leuchten. Allerdings können sie eine Hautfalte über die Kugel ziehen, ähnlich einem Augenlied. Ihr Stimmen klingen hell und haben eine beruhigende Wirkung. Die Belwis haben keine kleineren Strukturen, als die Station, aber doch besonders intensive Beziehungen innerhalb der Station.

Sie wählen für jede Station einen Vater oder eine Mutter, welche die Station vertritt. Die Stationsmütter und -väter sind untereinander verbunden, und wählen die Mitglieder des Senats. Sie regeln auch untereinander die Angelegenheiten der Belwis, wenn es zu Stationsübergreifenden Konflikten kommt. So schön die Belwis sind, so aggressiv können sie reagieren. Die Belwis sind kriegerisch und sehr stolz.

Ein besonderer Vorteil der Belwis ist, dass sie Luft speichern können, so können sie kurze Strecken im All überleben. Da das All keine Atmosphäre hat, sind ihre Flügel dort nutzlos, aber um sich fortzubewegen, können sie Luft ausstoßen und sich so im Weltall bewegen. Allerdings ist ihre Reichweite dabei beschränkt auf ein paar hundert Meter. Dadurch sind die Belwis gefürchtete Krieger und Kriegerinnen. Schon von klein an spielen die Kriegsspiele und die besten von ihnen werden in die Garde der Sonne aufgenommen, die Elite-Kampftruppe der Belwis.

Sie glauben an Rah, die Sonne von Belwin und so ist ihre Farbe orange und ihr Symbol eine orangene Sonne. Im Kampf malen sie oft eine solche Sonne auf ihre Flügel. Ihre Sprachen entsprechen den Daly-River-Sprachen Australiens.

Das letzte Volk von Zurrsaar sind die NuGein. Sie haben keine Flügel und sechs Extremitäten, von denen ein Paar als Füße funktionieren und zwei Paar als Arme mit Händen, doch stützen sie sich immer wieder auf ihren Händen auf. Die Nugein unterhalten in ihren Stationen weite landwirtschaftliche Anlagen, auf denen sie Pflanzen aller Art ziehen. Anbau ist ihre wesentliche Tätigkeit und sie treiben mit ganz Tiron Handel.

Sie haben darum eine Händlergilde und eine Bauerngilde und noch ein paar weitere Gilden, die aber nicht sehr bedeutsam sind. Die NuGein sind in berufliche Gilden organisiert, in die ein junger NuGein mit etwa 14 bis 20 Jahren eintritt. Hier wird er versorgt und ausgebildet und kümmert sich später um die jüngeren Mitglieder der Gilde.

Kinder leben bei ihren Eltern, bis sie sich einer Gilde zuwenden. Sie sind, solange sie bei ihren Eltern wohnen, diesen zu Gehorsam verpflichtet. Die Erziehung junger NuGein ist, anders als bei den meisten anderen Anid, eher körperlich. Es wird eher weniger mit Kindern diskutiert. Die NuGein haben keine Schulen, aber kleine Lernkreise für Kinder, in denen sie grundlegende Fähigkeiten erlernen. Die richtige Ausbildung erhalten sie in ihrer Gilde.

Die NuGein haben eine Königsfamilie, die allerdings wenig Einfluss auf ihr Leben hat. Sie haben auch einen Senat, der die Geschicke des Volkes lenkt. Sie glauben an Lanahe, den Gott der Natur, welcher unter den Anid misstrauisch betrachtet wird. Lahane ist eine zwiespältige Gestalt. Er ist der Schaffer von Salz und Chaos, aber auch ein Teil des Pantheon. Die Farbe der NuGein ist darum gelb. Ihre Sprachen entsprechen den beiden australischen Sprachen Bunuba und Gooniyandi.

Vereinsvorstellung: Der SDNV e.V. in Hamburg

Im Nordwesten von Hamburg, genauer gesagt in Eidelstedt, steht das Eidelstedter Bürgerhaus. Hier trifft sich jeden Donnerstag in der Woche der SDNV e.V. – Sodalitas Dei Nomine Vacantis – zum Pen and Paper-Rollenspiel. Im Wesentlichen finden sich dann Spielrunden, die mehr oder weniger kontinuierlich (letztlich fällt immer mal jemand aus, und auch die Spielleitung kann nicht jeden Donnerstag) stattfinden. Wenn die eigene Runde mal nicht läuft, findet sich aber immer etwas anderes, oder zur Überbrückung bringt jemand ein Brettspiel mit.

Ich bin auf den Verein über den jährlich stattfindenden Adventure-Con gekommen. Als begeisterte Rollenspielerin gehe ich regelmäßig auf Cons, und so wie so auf in Hamburg stattfindende Cons. Doch an diesem Wochenende war ich auf einer Weiterbildung, und konnte nur am Samstagabend meine Tochter abholen, die nicht weniger begeistert dabei ist.

Das führte dazu, dass ich am Abend auf einem Con war, auf dem schon alle Runden liefen, und ja eigentlich nur meine Tochter abholen wollte – was natürlich noch dauerte, denn die saß in einer dieser Runden, so dass ich mich spontan unterhielt und auch gleich über den Verein aufgeklärt wurde.

Der Aufforderung, doch mal vorbei zu kommen, bin ich dann gefolgt, und tatsächlich fand ich mich sehr schnell in einer netten und sehr aufgeschlossenen Pen and Paper Runde wieder. Ich kam wieder und wurde dann auch Mitglied im Verein.

Es ist schon so: Man kann einfach mal vorbei kommen, und da sind nette Leute die gerne Rollenspiele machen und dabei noch ein paar coole Dinge auf die Reihe bringen, wie den jährlich stattfindenden Adventure-Con, Vereinsausfahrten und regelmäßige Sommer- und Weihnachtsfeiern. Sehr praktisch, und im übrigen nicht nur für Vereinsmitglieder, ist das Forum des SDNV. Hier kann man auch als Nicht-Mitglied lesen, schreiben und sich austauschen.

Für mich ist es das, was ich von einem Verein will: Kontakt, ein paar schön Aktionen (wie Ausfahrt und Con) und die Möglichkeit meinem Hobby nachzugehen. Auch die Kontakte zu anderen Vereinen mit verwandten Themen sind toll, und wenn man ein Buch geschrieben hat, freut man sich schon, wenn einem mal ein Flugblatt mit Buchmessen zugeschoben wird.

Auch der Ausstieg ist im übrigen sehr leicht möglich: Etwa ein halbes Jahr war meine Tochter dabei, dann hatte sie mit ihren 14 Jahren damals andere Pläne, und eine Mail an den Vorstand genügte. (Ja, natürlich denkt man beim Einstieg nicht gleich an den Ausstieg, aber nach langer Erfahrung mit verschiedensten Vereinen und Institutionen ist mir der Punkt zumindest wichtig). Es ist einfach ein Beispiel für netten und fairen Umgang innerhalb des Vereins.

Aktuell bin ich leider beruflich so ausgelastet, dass ich kaum noch dazu komme, etwas mit dem Verein zu machen, nicht mal auf der Weihnachtsfeier war ich. Das finde ich aber sehr schade. Ich vermisse die netten Donnerstagabende und freue mich sehr auf den bevorstehenden Adventure-Con vom 28.2.bis zum 1.3.2020.

Ich bin ja nun Rollenspielerin, und als solche freue ich mich auf ein paar nette Pen and Paper Runden, leckeres Essen, und tolle Kuchen die ein Vereinmitglied immer selbst backt, und nette Leute. Auch auf meine Küchenschicht freue ich mich, denn der Con braucht jedes Jahr Helfer und Helferinnen. Es macht Spaß mit netten Leuten etwas auf die Beine zu stellen, das einem selbst was bringt. Also auch fürs Helfen beim AdCon gibt’s von mir einen Daumen hoch.

Allerdings findet der Con diesmal in Schnellsen statt, wegen Umbauarbeiten in Eidelstedt.

Eine kleine Zwischenbemerkung zu meinem letzten Beitrag:

Ja, es gibt da so ein paar Leute im Netz die wirklich seltsam sind.

Aber auch sehr viele tolle Leute, gerade beim Thema Greta und Klimaschutz. Komiker*innen, Schauspieler*innen, Moderator*innen und viele andere, auf deren Beiträge ich bei meinem surfen im Internet gestoßen bin und über die ich mich so richtig gefreut habe.

Schweiger, Pilawa, Hirschhausen, um nur ein paar zu nennen. Leute bei denen ich denke, dass sie aus verschiedenen Ecken kommen, aber eins haben sie doch gemeinsam: Die Zukunft auch derer die nach uns kommen ist ihnen nicht egal. Und da ich ja hier Positives schreiben will, wollte ich da noch einmal drauf eingehen, denn ich habe vieles gelesen, über das ich mich gefreut habe.

„Ihr seid das Imperium und wir sind die Rebellen“

(von Deichkind: Illegale Fans)

Gezeichnet von Hannah Menschel.

Es ist Neujahr und ich denke es ist Zeit, mal etwas über den Fantasy-Rand hinaus zu schreiben.
In diesem Jahr gibt es ein Thema, vor dem ich immer etwas fassungslos stehe:

Da redet ein 16 jähriges Mädchen mal Klartext, und bekommt dafür die Öffentlichkeit, die sie verdient, da ihr Thema wirklich wichtig ist und da meint eine Reihe von Personen, die ich in Ermangelung eines besseren Wortes, das nicht beleidigend ist, „Prominente“ nenne, loshacken zu müssen.

Dabei fallen mir zwei Dinge auf:

Zum einen kommen keine inhaltlichen Argumente: „Sie nervt“ ist definitiv kein Argument. „Ich lass mir das Autofahren nicht verbieten“ auch nicht, das ist das trotzige Aufstampfen mit dem Fuß von Dreijährigen, wenn Mama ihnen die Schaufel weggenommen hat, damit sie aufhören den Sand im Garten zu verteilen.

Zum anderen gibt es in diesem Land ja einige wirklich gute Satiriker, die sehr gezielt Missstände aufs Korn nehmen und anprangern. Keiner von ihnen wendet sich auch nur mit einem Wort gegen Greta Thunberg.

Warum wohl?

Greta hat grundsätzlich Recht.

Klar ist das unbequem, das macht es nicht falsch und dummerweise geht es hier um die Zukunft unserer Spezies. Der Planet wird das alles überstehen, aber er wird sich verändern, und es wird für nachfolgende Generationen verdammt schwer werden, wenn nicht unmöglich, hier zu leben.

Wer Witze über Greta Thunberg macht, positioniert sich politisch. Greta vertritt eine klare Position für Umweltschutz, für die nächsten Generationen und für den Erhalt eines Ökosystems, in dem wir Menschen leben können. Wer sie öffentlich angreift, greift diesen Standpunkt an.
Nur zur Vollständigkeit: Ich gehe auch davon aus, dass Jan Böhmermann nichts für die Politik von Erdogan übrig hat. Auch er hat sich sehr klar positioniert, für die nächsten Generationen und gegen autoritäre Machtpolitik.

Nun kann man sich natürlich auf den Standpunkt stellen, dass das alles egal ist und die Gören sich nicht so anstellen sollen. Hauptsache mir geht es gut und ich habe Spaß. Das sagt dann sehr viel über die entsprechenden Personen, mit Namen wie Nuhr oder Barth, aus, und nichts über Greta.

Man kann sich aber auch dafür interessieren, was aus unseren Kindern, Enkeln und späteren Generationen wird. Und dann nervt Greta nicht, sie warnt und sie hat recht mit ihrer Warnung: „Hört auf die Experten.“ Dass da ein 16 jähriges Mädchen kommen muss, um das zu sagen, ist schon peinlich für alle, die auf dieser Welt etwas zu sagen habe.

Und da dies ein Fantasy-Blog ist, kommt nun ein Bild aus dem Bereich:

Es gibt die Szene in Game of Thrones, in der Cersei Lannister nackt durch King‘s Landing kriecht, gefolgt von einer Septa, die immer wieder nur ein Wort wiederholt: „Shame“

Ja genau:

Gezeichnet von Britta Nowak.

Wenn eine 16-Jährige hochrangige Politiker erst darauf aufmerksam machen muss, dass es dringend angesagt ist, auf die Experten zu hören und entsprechend zu handeln.

Shame

Wenn unsere Bundeskanzlerin sich angesichts dieser Kritik aufführt, wie eine 8 jährige mit Dyskalkulie, die heult, weil sie eine 5 in der Mathearbeit bekommen hat. Ja, in der Grundschule zählt „Ich habe mir doch solche Mühe gegeben“ noch, aber bei einer Regierungschefin?

Shame

Wenn aufgrund von Argumentfreiheit dumme Witze gemacht werden, beleidigt wird oder eine neurologische Störung vorgeschoben wird.

Shame

Wenn zeitgleich als Reaktion auf ein Kinderlied, welches satirisch auf Umweltsünden aufmerksam macht, Morddrohungen ausgesprochen werden.

Shame

Wenn immer noch Kohle abgebaut wird, immer noch AKWs betrieben werden und dafür der Einsatz erneuerbarer Energien erschwert wird.

Shame

Wenn es immer noch Inlandflüge gibt, und die meisten Autofahrten dafür genutzt werden, eine Person samt Aktentasche zur Arbeit und wieder nach Hause zu befördern.

Shame

Wer meint, dass wir jetzt aber bitte ohne Abstriche so weiterleben können, sei wichtiger, als das auch unsere Nachfahren noch in einem zuverlässigen Ökosystem ein gutes Leben führen können.

Shame

Es gab Zeiten, in denen ich meinen Kindern erzählt habe, diese klaren Aufteilungen in richtig und falsch, in Gut und Böse in den Superhelden- und Fantasyfilmen würde so nicht stimmen. Ich sagte, es gäbe doch immer verschiedene Standpunkte und Kriterien, die ihre Berechtigung haben. Ich habe mich geirrt. Wir sind an einem Punkt angekommen, an dem tatsächlich das Fortbestehen der Menschheit auf dem Spiel steht – zumindest unter akzeptablen Bedingungen.

Anfangs meinte ich noch, dass es so sei wie in Avengers Endgame: Thanos will die Hälfte der Menschheit auslöschen, und die Avengers bekämpfen ihn.

Doch das passt nicht, Thanos hat ja das Ziel, dass es der verbleibenden Hälfte besser gehen soll, er zerstört nicht die Lebensgrundlage der letzten Menschen.

Das Imperium passt da besser. Es geht nicht um irgendetwas nur ansatzweise Gutes. Es geht um Macht, um Gier, und schlicht um die eigene Bequemlichkeit – eventuell noch um Spaß.

In diesem Sinne: Ihr seid das Imperium und wir sind die Rebellen.

Auf dem Narrenschiff

Ni – Die Welt ist der Wald

Die Welt Ni gehört zu den Märchenreichen, der Welt Norit. Der Name „Märchenwelten“ kommt daher, dass hier viele Märchen der anderen Welten ihren Ursprung haben. Ni ist eine Welt, die aus Wald besteht. In der Mitte des Waldes, der ganz Ni bedeutet, wächst der Ursprung des Waldes, der grüne Baum. Der Baum strahlt Wärme und Leben aus. Alles Leben entsprang auf dem immer grünen Baum und breitet sich aus in das Silber und das Gold die von gegenüberliegenden Seiten in den Wald eindringen.

Der Grund des Waldes ist weit unten. Es muss ihn geben, aber niemand hat ihn gesehen. Nach oben wird das Laub golden oder silbern je nachdem wo im Wald man sich befindet. Das Laub strahlt Licht aus, wird aber so dicht, dass man nicht bis zum Himmel gelangt.

Auch durch den Wald ziehen sich goldene und silberne Blätterstreifen. Die goldenen Streifen strahlen zudem noch Wärme aus, die silbernen leuchten nur hell und silbrig. Es gibt zwei Richtungen im Wald: Das Gold und das Silber. In jede Richtung nehmen die silbernen und goldenen Blätter immer zu, bis man in reinem silbernen oder goldenen Wald ist, in dem es kein Leben mehr gibt.

In dem Wald leben verschiedenen Arten von Vinar. Jeweils sowohl in goldenen, warmen, als auch in silbernen, kühlen Regionen.

Die Nussbi ähneln den Eichhörnchen auf Midgard, sind nur deutlich größer und intelligenter. Im Schnitt werden die Nussbi 1,20 m groß, die Größten unter ihnen können bis zu 1,50 m groß werden. Sie haben bräunliches Fell, lange buschige Schwänze und spitze lange Ohren die sie in die Richtung drehen könne, in die sie lauschen wollen. Ihre Füße und Hände sind gleichermaßen geschickt zum Greifen ausgestattet.

Die Ermuldin sehen aus wie Affen mit langem Fell. Sie sind etwas über einen Meter groß, deutlich ruhiger als die Nussbi, aber nicht intelligenter als diese. Gerade die Silber-Ermuldin und die Gold-Nussbi geraten allerdings häufiger aneinander und leben in manchen Gegenden regelrecht im Krieg miteinander.

Die Ermuldin sind ausgesprochen neugierig und neigen dazu was sie sehen und ihre Neugier weckt mit nach Hause zunehmen um es dort zu untersuchen. Dabei kommen sie gar nicht auf die Idee, dass sie jemandem etwas wegnehmen, sie wollen nur ihre Neugier stillen.

Sie sind so groß wie die Nussbi und Ermuldin, sehen aber aus wie Menschen, mit scharfen Nasen und dichtem meist rotem Haar.

Die Kubut erinnern an Kobolde aus der irischen Sage. Ihre Sprache entspricht dem Chipaya aus Mittelamerika auf Midgard und sie sprechen alle eine gemeinsame Sprache und gewöhnlich noch die Sprachen ihrer Handelspartner.

Sie treiben Handel und sind sehr daran interessiert ihren eigenen Gewinn zu maximieren. Unter anderem handeln sie mit Waffen, die sie sowohl den Nussbi als auch ihren Feinden den Ermuldin verkaufen. Diese beiden Gruppen sind auch ihre häufigsten Kunden. Die Kubut schüren schon mal einen Konflikt, um ihre Gewinnmarche zu maximieren.

Für ihre Kunden empfinden die Kubut nur Verachtung, zeigen dies aber natürlich nicht. Sie sind immer freundlich und höflich und die meisten von ihnen können gut mit Worten umgehen. Ihre Ware ist auch tatsächlich so gut wie sie versichern. Direkt bei einem Handel betrügen die Kubut nicht, das würde ihnen langfristig schaden. Zu Fremden sind sie freundlich, und im Wesentlichen daran interessiert mit ihnen Geschäfte zu machen. Sie sind recht intelligent, deutlich intelligenter als ihre Kunden.

Die Ilsaar sind hochgewachsen und schlank, mit langem braunem Haar. Sie leben hoch oben zwischen den höchsten Zweigen des Waldes, knapp unter dem Himmel von Ni. Zu grünen und braunen Hosen und Tunikas aus Leder, tragen sie lange Hemden aus durchscheinendem aus silbernen und goldenen Fäden gewebtem Stoff. Sie sind ruhig, sehr intelligent und gewöhnlich sehr gebildet. Auf viele wirken sie arrogant.

Auf Ni sind die Ilsaar definitiv die klügsten und gebildesten Wesen, daher halten sie automatisch alle anderen für minder-intelligent. Die Belange der Nubssi und Ermuldin interessieren sie nicht weiter, aber im Einzelfall helfen sie, und ihr medizinisches Wissen ist weit fortgeschritten. Es geshieht häufig, dass Ilsaar verletzten Angehörigen anderer Spezies helfen, meist sind dies Nussbi und Ermuldin. Auffallend sind ihre sanften, fast singenden Stimmen.

Überall im Wald von Ni, im Silber wie im Gold, leben die Mirmi. Sie sind kleine fliegende Wesen die ein hellen silbernes oder goldenes Licht verbreiten. Wie alle anderen Bewohner von Ni auch. Sie haben zwei Beine und zwei Arme. Ihr Körper ist sehr schlank, mit einer enorm dünnen Taille und langem goldenem oder silbernem Haar, das den hellen Glanz verbreitet. Sie sind meist sehr hübsch. An ihren Schultern wachsen Flügel, ähnlich denen von Libellen, mit denen sie gut und ausdauernd fliegen können. Viele von ihnen sind magisch begabt. Es scheint, dass auf Ni Seelen mit magischer Begabung sich besonders gerne Mirmi aussuchen um widergeboren zu werden.

Sie leben in kleinen Nestern und Höhlen in den Bäumen und ernähren sich von Ahorn und einer Art Honig, den sie aus Blumennektar herstellen. Meistens leben sie in kleineren Gruppen, von zwei oder drei Familien. Mirmi sind sehr unterschiedliche Wesen, manche sind freundlich und hilfsbereit, andere können schon richtig boshaft sein. Die meisten von ihnen haben Speere, die sie vergiften und mit denen sie auch gut umzugehen wissen – wenn sie angegriffen werden. Das Gift stellen sie selbst her. Die Mirmi verfügen über großes Wissen über die Pflanzen von Ni.

Die Hu Sad Iin sind etwa einen Meter groß und leben unterhalb der Ilsaar in Nestern auf Ästen und in den Bäumen. Sie sind Vogelmenschen mit meist braunem und grünem Gefieder. Es liegen gewöhnlich so 10-20 Nester recht nahe beeinander, allerdings nicht so nahe wie in Dörfern und

Städten. In einem Nest leben gewöhnlich ein Paar mit seinen Kindern, bis die Kinder erwachsen werden und sich ihr eigenes Nest bauen. Allerdings sind die Nester deutlich komfortabler als Vogelnester. Sie haben Dächer, sind gegen Wind geschützt und mit Kissen, Kisten und ein paar Gerätschaften ausgestattet.

Die Hu Sad Iin interessieren sich nicht für die anderen Wesen auf Ni. Sie betrachten sie als niedere Lebensformen, eine Art höherer Tiere. Sie haben keinen Kontakt zu den anderen Wesen auf Ni. Auch als Dienstboten nutzen sie die anderen nicht. Sie halten sich einfach von ihnen fern. Die einzige Ausnahme ist der Handel mit den Kubut. Diese haben immer wieder interessante Angebote und auf der Basis gegenseitiger Verachtung funktioniert der Austausch sehr gut. Allerdings gehen die Kubut sehr vorsichtig mit den Hu Sad In um, da diese ihnen an Intelligenz und Gerissenheit durchaus gewachsen sind.

Entwickelt eines ihrer Kinder magische Begabung, so bleibt dies eine Angelegenheit unter den Hu Sad In. Sie haben ihre eigenen Schulen, die meist im Silber liegen, auf denen magisch begabte Hu Sad In ausgebildet werden um dann in ihre Heimat zurück zu kehren.

Sie alle sind Wesen aus den Märchen von Avalon und Duat. Die Sprachen auf Ni entsprechen den ursprünglichen, südamerikanischen Sprachen von Midgard.

Buchrezension: Railin – die letzte Göttin von Claudine Hallier

Railin steht für „Raimond und Elin“ und ist im Wesentlichen eine Liebesgeschichte.

Raimond, der Vampir, findet eines Nachts im Wald eine halbnackte, bewusstlose, junge Frau. Was liegt näher, als sie mitzunehmen und sich um sie zu kümmern?

Nun ist er nicht irgendein Vampir und das Mädchen, dessen Name Elin ist, birgt ein recht großes und weltbewegendes Geheimnis. Sie ist eine Göttin, die letzte Göttin, was sie nur leider vergessen hat, genauso wie die überaus wichtige Aufgabe die Welt vor ewiger Dunkelheit zu bewahren, mit der sie auf die Erde geschickt wurde.

Entsprechend planlos ist die junge Frau erst einmal, als sie aus ihrer Ohnmacht erwacht und so gar nicht weiß, wer sie ist und was das hier alles soll. Aber immerhin ist da Raimond, der zwar ein Vampir ist, aber wirklich nett und sich zudem noch in sie verliebt.

Für mich persönlich sind Liebesgeschichten ja eher etwas, was ich so mitnehme, nichts gegen ein wenig erotische Spannung und Anziehungskraft in Romanen, welche in diesem sicher nicht zu kurz kommen, aber ich mag es doch gerne, wenn da noch etwas Mystik ist, etwas Abenteuer und ein paar Geheimnisse die es aufzuklären gilt.

Wie: Was hat Elin für eine Aufgabe?
Wie soll sie bitte die Welt retten?
Und was hat es mit diesen gottverdammten Schatten auf sich?

Ja, auch davon gibt es genug in „Railin, die letze Göttin“. Somit handelt es sich bei diesem Buch um eine gelungene Mischung aus Mystery und Liebesgeschichte.

Vorzugsweise habe ich Railin in der Badewanne gelesen, was man dem Buch wohl auch ansieht. Weintrinkerinnen würde ich ein Glas Rotwein dazu empfehlen, und natürlich den Schein von ein oder zwei Kerzen an der Badewanne.

„Die letzte Göttin“ ist eine in sich abgeschlossene Geschichte, mit einem Ende, das so für sich stehen kann. Trotzdem gibt es (zum Glück) eine Fortsetzung, und seit kurzem ist dann auch der zweite Band: „Railin, die verlorene Göttin“ auf dem Markt. Ich habe es noch nicht gelesen, werde es mir aber sicher bald besorgen und lesen.

Railin – die letzte Göttin
Claudine Hallier
www.twentysix.de/shop/