Damar: Gurtan Baaxka, das Großreich der Höhlenläufer

In den Höhlen von Damar, zwischen Ur und Aschmedai liegt das Reich Gurtan Baaxka der Höhlenläufer. Das Reich erstreckt sich von der Hitze im Süden, bis zum Eis im Norden und dem dahinter liegenden Dschungel. An der Spitze des Reiches steht die Sarki, die Kaiserin des Reiches. Sie ist die Mutter der zukünftigen Könige der fünf Königstümer, oder auch die Mutter der derzeitigen Könige.

Das Reich ist straff durchorganisiert. An der Spitze steht die Kaiserin, ihr folgen die Könige, die ihre Söhne oder Brüder sind, und der gesamte Verwaltungsapparat. Die hohen Positionen sind mit Verwandten der Kaiserin besetzt, so dass das Reich von der kaiserlichen Familie geführt wird.

Jedes der fünf Königreiche ist in fünf Suna unterteilt. Eine Suna ist so eine Berufsgruppe und jeder männliche Dämon über 12 Jahren gehört einer Suna an. So haben sie einen Beruf und ein Einkommen. Die Frauen des Reichs sind für den Clan zuständig. Dabei gehen ihre Aufgaben weit über Haushalt und Kinder hinaus. Sie lenken die Clangeschicke und halten auch die Verbindung zu anderen Clanen.

Für beide Geschlechter ist es möglich die Aufgaben des anderen Geschlechtes zu übernehmen. Männer können sich dagegen entscheiden in einer Suna tätig zu sein, und Clansgeschäfte führen, und Frauen können in eine Suna eintreten und einen Beruf ausüben, dies geschieht nur sehr selten.

Wie alle Dämonen, werden bei den Höhlenläufern deutlich mehr Jungen als Mädchen geboren und eine Frau heiratet im Schnitt 10 bis 12 Männer. Dabei sind Ehen meist politisch arrangiert. Da die Bewohner des Reichs keinen Wert auf Treue legen, ist das aber kein Problem. Liebesbeziehungen haben die Dämonen oft außerhalb der Ehe.

Das Reich dehnt sich recht aggressiv aus. Es werden laufend neue Höhlen gegraben oder erschlossen und die Bewohner der Höhlen in das Reich eingegliedert oder bekämpft. Dabei konnte sich noch kein Gegner in den Höhlen dauerhaft gegen Gurtan Baaxka verteidigen. Die Armee des Reiches ist mächtig und gefährlich.

Unter den Höhlenläufern, die nicht aus dem Reich stammen, ist Gurtan Baaxka gefürchtet. Die Dämonen von Gurtan Baaxka selbst sind sehr stolz auf ihre Stärke und ihre Kultur. In ihren Augen bringen sie anderen Kultur und Stabilität.

Nexus Online Con 2.22

Am Wochenende ist eine Mail bei mir eingetroffen:

Der Nexus Online Con, von dem ich schon vor einem Jahr berichtet habe, wird wieder stattfinden. Am Samstag den 23.7.2022 um 12:45 geht es auf Discord los und endet am Sonntag um Mitternacht. Diesmal kann ich den gesamten con mitmachen, da es mitten in meine Ferien fällt und ich am Montag einfach ausschlafen kann.

Es gibt vier Blöcke die wunderbar meinem Schlafryhtmus entsprechen: Beginn ist auch am Sonntag um 12:45 Uhr.

Alle Blöcke haben schon einige Runde, vorwiegend im Bereich Mystik und Horror mit eher unkonventiollen Systemen und Szenarien, was genau mein Ding ist.

Noch habe ich mich nicht entschieden, was ich mache, das wird aber nicht mehr lange auf sich warten lassen. Ich habe endlich wieder Zeit und Ruhe mich eingehender mit dem bevorstehenden Con zu beschäftigen.

Auf jeden Fall werde ich mir vor Beginn des Cons meine Runden aussuchen und mich anmelden. Schon als der Sonnencon noch in Präsenz in Berlin stattfand, gehörte diese Möglichkeit zu einem der Pluspunkte der Veranstaltung.

Dann also bis Ende Juli auf Discord beim Nexus Online Con 2.22.

Der Baum des Lebens auf Mictlan

Inmitten des Waldes der Faune von Mictlan steht der Baum des Lebens, Ein riesiger Baum, dessen Stamm gut 30 Meter Durchmesser hat, und der eine Höhe von fast hundert Metern erreicht, wächst in der Mitte des Waldes.

Das rauhe Holz der Rinde ist von grünem Moos und Schlingpflanzen bewachsen, die sich um den Baum ranken. Die breiten Äste bieten Platz für ganze Gruppen von Faunen oder Tiere und das grüne Laub des Baumes wächst das ganze Jahr über.

Die Wurzeln des Baums reichen bis tief in die Erde, und weit in den Boden des Waldes. Sie verbinden sich mit den Wurzeln aller anderen Bäume. Der Baum des Lebens nimmt das Leben aus dem Licht der Sonne und dem Wasser der Flüsse von Mictlan und gibt es weiter an die Bäume, das Moos und die Tiere in seinen Ästen,

Die Faune besuchen ihn, verbringen ein paar Tage auf dem Baum und kehren gestärkt von der Lebenskraft des Baums zurück.

In den Wurzeln des Baums hat sich eine Höhle gebildet. Sie ist durch einen schmalen Zugang erreichbar, Wurzelstränge hängen hinein, und in der Höhle schläft der grüne Drache des Lebens.

Buchrezension: Herbstlande von Fabienne Siegmund, Stephanie Kempin, Vanessa Kaiser, Thomas Lohwasser

Dass diese Beziehung toxisch ist und sicher nicht gut für die Protagonistin, wird der Leserin von „Herbstlande“ recht schnell klar.

Scarlett Hayden hat sich in den Kopf gesetzt mit ihrem geliebten Mann Nathan ein Kind zu bekommen, auch wenn ich zumindest keinem Kind diesen Mann als Vater wünschen würde. Doch es kommt anders als von ihr gedacht, und da Magie im Spiel ist, findet sie sich in den Herbstlanden wieder. September, Oktober und November heißen die Länder des Herbst (wie sonst), in denen sie sich nun zurecht finden muss um wieder nach Hause zu kommen und Nathan zu retten.

Laubdrachen, Kürbiswichtel und Mitternachtraben sind nur drei Beispiele von Wesen, die hier heimisch sind, und sehr schön passend den Herbst illustrieren. Mich hat diese Darstellung einer Herbstwelt, die nach meinem Lesegefühl im wesentlichen aus herbstlichem Wald besteht, sehr angesprochen. Nun mag ich auch den Herbst. Ich mag die bunten Blätter die zu Boden segeln, den Wind und auch den Regen. Der Herbst bringt die Ernte, und er bringt Halloween.

Für jemanden wie mich, die ich schon immer Geistergeschichten, Vampire und nicht zu vergessen Kürbissuppe mag, ist es eine besonders schöne Jahreszeit.

Und in „Herbstlande“ bekommt diese Jahreszeit Gestalt. Wie gesagt ist es eine sehr herbstliche Landschaft, die die Autor:innen in dem Buch beschreiben, mit ihren herbstlichen Bewohnern und Bewohnerinnen, die in den liebevollen Zeichnungen im Buch dargestellt werden.

Und wie der Herbst, haben auch die Herbstlande, ihre unangenehmen Seiten. Die Wesen dieser Welt sind nicht unbedingt nett und das Land birgt einige Gefahren für Scarlett, die doch im wesentlichen ihre Nathan retten will.

Ja, und dann ist da die Geschichte von Scarlett und Nathan. Eine sehr düstere Geschichte, von Manipulation, Egoismus und verzweifelter Liebe, die sehr gut zu den Herbstlanden passt.

Während ihrer Wanderung durch dieses seltsame, magische Land erfahren wir von ihrer Beziehung zu Nathan, von ihrer Geschichte mit ihm und ihrem unerfüllten Kinderwunsch.

Scarlett wächst in dieser Geschichte an sich selbst. Sie reift und trifft am Ende eine wichtige Entscheidung, die ich hier nicht vorwegnehmen will.

Herbstlande

von Fabienne Siegmund, Stepahnie Kempin, Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser

illustriert von Jana Damaris Rech

erschienen im Torsten Low Verlag

Die Faune von Mictlan

Der Norden von Mictlan ist von einem tiefen, dichten Wald bedeckt. Gut 40 Millionen Quadratmeter Dschungel breiten sich hier aus, in denen die verschiedensten Lebensformen, ob pflanzlich oder tierisch oder auch von anderer Art, wachsen und gedeihen, sich vermehren, von einander leben und einander verschlingen.

In diesem überbordenden Leben sind die Faune von Mictlan ansässig.

Ihre Beine ähneln denen von Ziegen, während ihre Oberkörper menschlich sind. Faune sind von Natur aus sehr gesund und ziehen gewöhnlich das Leben in der freien Natur vor. Sie haben einen besonderen Draht zum Wald und zur Flora allgemein.

Dabei habe sie Siedlungen und bilden Gemeinschaften. Sie passen sich aber perfekt in das Leben im Wald ein. Ihre Hütten bilden Kreise, in deren Mitte das Dorfleben stattfindet. Sie bauen sie aus Holz und Blättern, und nutzen vorhandene Bäume und Sträucher als Wände, Decke und Stützen für ihre Behausungen.

Es hat zwar jeder Faun und jede Faunin eine eigenen Hütte, sie verbringen aber viel Zeit außerhalb der Hütten. Im wesentlichen dienen die Hütten als Wetterschutz – was sie nur selten brauchen. Der Wald schützt sie sehr gut, und um ihren Besitz aufzubewahren.

Oft schlafen sie nicht einmal in den Hütten, sondern halten sich in den Bäumen auf.

Die Bäume des Waldes von Mictlan sind sehr verschieden. Einige von ihnen sind hoch und dicht genug, dass sie quasi ein Dach über dem Wald bilden. Es kommt allerdings genug Licht hindurch, dass man im Wald sehen kann und die Pflanzen am Boden gedeihen.

Es gibt aber auch kleiner Bäume, die zwischen den großen Bäumen wachsen, Sträucher und Blumen, so wie Gräser und Moose die den Boden und auch die Bäume bedecken.

In dieser Fülle an pflanzlichen Organismen leben verschiedenste Arten von Tieren, Insekten, Seifinen und Pilzlingen. Es gibt aber auch Viren, Bakterien, Efchen und die hilfreichen Maferis, kleinste Lebewesen, die ihre Wirtskörper gegen Krankheiten, besonders gegen Viren, schützen.

Auch wenn die meisten Faune einige Maferis in sich tragen, haben sie eine sehr fortschrittliche Heilkunst. Sie kennen sich mit Heilpflanzen und mit manchen Heilmethoden aus. Besonders der Stamm des Waldes, der sich auch gerne als Stamm des Lebens bezeichnet, als ausgezeichnete Heiler und Heilerinnen in seiner Mitte.

Es gibt insgesamt 6 Stämme der Faune:

In der Mitte des Waldes lebt der Stamm des Lebens. Sie hüten auch den Baum des Lebens, der in ihrem Gebiet wächst.

Die Blutfaune leben nah der roten Tropen. Hier ist der Wald besonders heiß und die Blutfaune sind versierte Krieger.

Die Bergfaune bewohnen den bergigen Teil des Waldes. Hier steigt der Wald langsam an, bis er Höhen und Tiefen bedeckt. In den Bergen liegt auch die graue Akademie, der Hort des Wissens der Faune. Die Bergfaune haben Schulen, die Waldschulen.

Die Wasserfaune leben an den Seen und an der Küste des Meeres.

An das Wiesenland der Elben grenzen die Rosenfaune. Sie haben 5 Haine und züchten Blumen. Ihre Haine sie wahre Kunstwerke der Architektur.

Der letzte Stamm ist der Stamm der Goldfaune. Sie leben in 12 Städten im Wald und unterhalten die goldenen Schulen in ihren Städten. Jedes ihrer Kinder geht zur Schule.

Die Stämme haben ihre eigenen Feste und Bräuche. Gemeinsam ist ihnen, ihre Liebe zum Wald und zum leben, die sich auch in ihrer Lebensweise zeigt.

Buchrenzension: Weltenbruch: Das Mal der Sonne

In der aktuellen politischen Situation, in der gut und böse wieder von Staats wegen festgeschrieben ist und wir alle genau zu wissen meinen, wer der böse Feind ist und wer die Guten sind, tut es ungemein gut, Geschichten zu lesen, in denen genau auf dieses Gut und Böse verzichtet wird.

In dem Buch Weltenbruch über die Welt Divoisia ist es nicht so, dass nicht die Protagonist:innen meist sehr genau wissen, wer gut und wer böse ist, und auch warum sie ihre Feinde hassen.

Nur erfährt man dann in der nächsten Geschichte die Sichtweise des Feindes, die nicht weniger schlüssig ist und ebenso gute Gründe dafür bietet den Feind zu hassen.

Divoisia ist eine sehr konfliktreiche und heterogene Welt in der intelligente Wesen aller Art leben. Neben normalen Menschen finden sich Zwerge, Elfen, Zentauren, Greife und andere Bewohner dieser Welt. In dem Buch „Weltenbruch, Das Mal der Sonne“ werden verschiedene Völker vorgestellt, wobei es mit Menschen beginnt, und meist in späteren Geschichten, schon eingeführte Arten, genauer dargestellt werden. So folgt auf die Geschichte, in der die Zwerge Kontakt zu den Zentauren finden, dann eine Geschichte über genau diese Zentauren – und ihren Konflikt mit den Greifen, worauf dann eine Geschichte aus Sicht der Greifen folgt. Dass die Geschichten von verschiedenen Autor:innen geschrieben wurden, unterstützt den Eindruck einer sehr vielfältigen Welt.

Auf diese Weise entsteht aus vielen einzelnen Geschichten, die die verschiedenen Aspekte Divoisias beleuchten, eine Gesamtheit der sehr unterschiedlichen Völker dieser Welt.

Es ist aber nicht in erster Linie die Heterogenität der Welt, die zum Konflikt führt. Nicht, dass die anderen anders sind, macht sie zu Gegner.

Es entsteht Druck durch Krieg. Chaos, Krankheit, Gewalt und Hunger lässt nicht nur Menschen fliehen und eine neue Heimat suchen. Dort leben aber schon andere, und es wird in manchen Teilen der Welt einfach eng.

Die entstehenden Konflikte sind nachvollziehbar, und kommen gut aus, ohne eine der Parteien dem Bösen zuzuordnen. Selbst die Trolle kommen am Ende zu Wort, und erscheinen nicht grade feinsinnig – es sind immerhin Trolle – aber in ihren Motiven verständlich, und mit einer gewissen, wenn auch nicht sonderlich hohen, Intelligenz ausgestattet.

Mir hat beim Lesen nur eine Karte gefehlt, auf der ich hätte nachverfolgen können, wo welche Geschichte angesiedelt ist, und eventuell Zusammenhänge besser erkannt hätte.

Allerdings haben die wenigsten Bewohner:innen mittelalterlicher Welten solche Karten zur Verfügung, um eine Vorstellung davon zu entwickeln, wo auf der Welt sie sich befinden. Die einzelnen Geschichten brauchen eine solche Karte nicht, und bieten auch so ein Bild einer Welt voller Konflikte, die sich Stück für Stück beim Lesen ausbreitet.

Weltenbruch – das Mal der Sonne

Divoisia GbR

Luas, Stadt auf dem blauen Mond von Heret

Eine der größten Siedlungen auf dem blauen Mond von Duat ist die Stadt Luas.

Hier wird Metall verhüttet, verarbeitet, gelagert und verkauft.

Aber nicht nur Metall, alles was auf Heret zu finde ist, und auch manches von anderen Monden, wird in Luas gehandelt.

Hier liegt der größte Markt des Mondes, manche sagen aller Monde, aber das ist übertrieben.

Die Stadt liegt zwischen drei Mienen: Im Süden Gold, im Osten Kupfer und im Westen Eisen. Zwischen den Mienen und der Stadt liegen die Hochöfen, von denen das Metall in die Stadt gebracht wird.

Quer durch die Stadt fließt ein breiter Fluss, angereichert mit Mineralien, Erde und Metallen, so dass das Wasser für Banar kaum noch gefährlich ist. Es verursacht bei empfindlichen Banar ein leichtes Brennen auf der Haut. Natürlich sollte man nicht lange in dem Wasser schwimmen, auf kurze Zeit ist es aber tatsächlich harmlos.

In der Mitte der Stadt liegt ein großer, schlammiger See, in welchem verschiedenste Wasserpflanzen wachsen, die von den Stadtleuten genutzt werden. Um den See liegen die Gärten der Stadt. Eine große Parkanlage, in welcher Anbau für die Stadt betrieben wird, die aber auch gerne als Erholungsgebiet genutzt werden. Um die Gärten herum liegt der Markt, für den Luas bekannt ist.

Luas hat drei Stadtteile: Den Kupfernen, den Eisernen und den goldenen Teil. Die Namen kommen von dem Metall, das in den jeweiligen Stadtteilen vorwiegend verarbeitet und verkauft wird. Da die jeweiligen Metalle in den Stadtteilen ausgiebig genutzt werden, ist leicht zu erkennen, in welchem Stadtteil man sich befindet.

Der eiserne Stadtteil ist der Stadtteil der Krieger und Jäger. Hier liegt die Kriegsakademie, hier sind die Kasernen untergebracht und hier befinden sich auch die Schlachtereien. Dazu kommen die Eisenschmieden, in denen robuste Werkzeuge und Waffen hergestellt werden.

Der kupferne Stadtteil ist der Stadtteil der Handwerker. Hier liegt das Haus der Gilden und hier finden sich die meisten Manufakturen und Werkstätten der Stadt. Hier wird hergestellt, was filigrane Arbeit erfordert.

Der goldenen Stadtteil ist keineswegs reicher als die anderen Stadtteile. Hier liegen nur die Goldschmieden, die Schmuck und feine Mechanik herstellen. Außerdem befindet sich hier das Rathaus, in welchem sich der Rat der Stadt trifft.

Über die gesamte Stadt verteilt finden sich Gasthäuser verschiedenster Art. Die Stadt hat Theater, Sportplätze, Sandhäuser zur Entspannung und eine Circus-Arena. Es steht allen Bewohner und Besucher frei, dort Vorträge zu halten, Kunst aufzuführen oder auch Schauspiel zu präsentieren. Auch Frauen haben dieses Recht. Es kostet weder Eintritt dort hinzugehen, noch etwas dort aufzuführen. Man muss sich nur rechtzeitig anmelden um an einem Abend etwas aufführen zu können.

Wer was wann aufführt wird regelmäßig über Aushänge bekannt gegeben und es kommen auch immer mal Vertreter und Vertreterinnen der Theater um sich anzusehen und -zuhören, was es an Talenten in der Stadt gibt.

Aus ganz Heret kommen Gäste in die Stadt. Zumeist um Metall zu erhandeln, aber auch alles andere wird in Luas gehandelt und somit gekauft.

Es gibt auch ein Krankenhaus in der Stadt, das bekannt für seine fähigen Ärzte ist, das sehr gut besucht ist, weshalb auch in Luas medizinische Hilfe immer mal auf sich warten lässt.

Die größte Anziehung in Luas haben aber die so bunten und gut besuchten Gasthäuser der Stadt. Luas lebt einfach, es ist groß und bunt.

Bericht vom Nexus Online Con 1.22

Ich vermisse es ja wirklich nach Berlin zum Sonnencon zu fahren.

Ich vermisse nicht nur den Sonnencon, sondern auch einige Veranstaltungen in Hamburg und Norddeutschland (weil ich da nun mal wohne), aber an den Nexus-Cons hängt nun mal mein Herz. Immerhin krabbelte meine Tochter dort schon als Kleinkind durch die Burg.

Nun, es soll nicht sein, alles findet online statt, was sicher auch seine Vorteile hat. Ich brauche keine Fahrkarte nach Berlin und muss auch kein Hotelzimmer bezahlen.

Und es geht eben derzeit nicht anders.

Also habe ich mich am 12. Februar auf dem Discord-Server von Nexus e.V. eingeloggt um zumindest die Leute mal wieder zu hören und mit ihnen reden zu können. Rollenspiel geht ja glücklicherweise auch sehr gut online. Wir reden, wir würfeln und gerade Pläne kann man übers Netz ganz prima verbreiten.

Schon im Vorfeld habe ich mir zwei Runden ausgesucht, die wie für mich gemacht waren:

Zuersteinmal: Quick. Die Riesenratten aus dem Dungeon wehren sich.

Ich war ja schon immer der Meinung, dass Ratten im RPG nicht ausreichend gewürdigt werden. Ich mag Ratten, lebe mit Ratten zusammen und konnte nun im Namen der Ratten in einer klassischen Abenteurerkneipe aufräumen und aufzeigen, dass es nicht angesagt ist, Riesenratten zum Vergnügen zu töten.

Das Abenteuer war als regelfreies Erzählspiel aufgebaut, was ja schon eine gewisse Erfahrung auf Seiten der Spielleitung braucht und von den Spieler:innen die Bereitschaft Spielleitungsentscheidungen zu akzeptieren, auch wenn es gerade für den eigenen Charakter nicht so gut läuft.

In diesem Fall hat das wunderbar geklappt. Die Ratten konnten sich austoben und wir haben ein episches Abenteuer erzählt.

Am Nachmittag dann konnte ich endlich mal wieder Cyberpunk spielen. Vor Jahren hatte ich eine wunderbare Runde, aber leider hat der Spielleiter irgendwann aufgehört und seit dem scheint niemand mehr Cyberpunk zu leiten.

Nun, als ich denn sah, dass eine Runde mit meinem erklärten Lieblingssystem angeboten wurde (Es muss schon Cyberpunk sein, Shadowrun ist einfach kein Punk), habe ich natürlich sofort zugegriffen.

Auch hier war es deutlich anders, als die Cyberpunkrunden, die ich bis dahin kannte.

Niemand heuerte uns an, wir waren da eher das Ziel, und es ging darum uns zu verteidigen. Genauer gesagt unser Haus davor zu verteidigen, dass es sich ein Konzern unter den Nagel riss.

Wie üblich gab es da ein paar Kniffe und Tricks des Konzerns, aber gegen ausreichend Barrikaden und die Feuerkraft eines Solos kamen sie dann doch nicht an.

Fast schon untypisch für Cyberpunk waren wir am Ende Sieger:innen auf ganzer Linie.

Am Sonntag hatte ich dann meine eigene RPG-Runde zuhause in meinem Wohnzimmer, weshalb der Con für mich nur einen Tag dauerte.

Einen sehr schönen und lohnenden Rollenspiel-Tag. Ich bin beim nächsten Con sicher wieder dabei, ob in Präsenz oder online.

Heket der blaue Mond von Duat

Der blaue Mond von Heket ist der Mond von Duat, mit einem Meer, Flüssen und sogar Seen. Das für die Banar so gefährliche Nass ist überall auf Heket zu finden und macht den Mond für seine Bewohner gefährlich.

Es gibt 12 besondere Siedlungen, die ursprünglichen Siedlungen auf dem blauen Mond. Sie wurden zum Beginn der Zeit gegündet, so sagt zumindest die Legende. Einige Siedlungen, auch ein paar größere, sind hinzugekommen, Insgesamt ist Heket aber dünn besiedelt.

Gemeinsam ist den Banar von Heket, dass sie weniger hierachisch und offener für Veränderungen und vor allem individuelle Entscheidungen sind, als andere Banar. Diese Einstellung gilt unter den Banar als unerträglich chaotisch und zügellos.

Allgemein gelten die Heketi als etwas verrückt, was auf das viele Wasser auf ihrem Mond zurück geführt wird.

Buchrezension: Höllentrip und Seelenstrip oder traue keinem Kohlsuppenorakel von Corinna Schattauer

Alex ist auserwählt – oder doch nicht? So ganz klar ist das nicht, auch wenn es anfangs sehr danach aussieht.

Aber eigentlich ist das auch zweitrangig. Erstmal hat sie viel drängendere Probleme, denn die Hölle bricht buchstäblich los. Was gar nicht so neu für sie ist, da sie mit einem Dämon, also einem aus der Hölle, zusammenlebt, was auch nicht immer einfach ist.

In dem Roman von Corinna Schattauer: Höllentrip und Seelenstrip, geht es sehr rasant und chaotisch zu. In das Leben von Alex drängen sich mehr oder – meist – weniger sympathische Bewohner der Hölle, um ihr das ihre zur selbigen, also zur Hölle zu machen.

Dabei ist sie eigentlich eine ganz normale mitteleuropäische Büroangestellte, mit nur einem etwas schrägen Mitbewohner. Als sich dann aber ein Dämon durch den Brustkorb ihres Vorgesetzten schiebt ist ihre bis dahin noch halbwegs stabile Welt völlig aus den Fugen.

Corinna Schattauer erzählt auf rasante und sehr amüsante Weise, von Alex Trip in die Hölle, der so chaotisch bleibt, wie er beginnt, und dessen Ziel immerhin die Zerstörung der Hölle ist und natürlich ihre Freunde zu retten – ohne dabei selbst zu sterben. Wobei tot in der Hölle ja doch eher ein relativer Zustand ist.

Ich habe das Buch viel zu schnell durchgelesen, mich 369 Seiten lang wirklich herrlich (oder doch besser höllisch) amüsiert und hätte gerne mehr davon.

Höllentrip und Seelenstrip oder traue keinem Kohlsuppenorakel

von Corinna Schattauer

erscheinen im Chaospony Verlag